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Holsteinischer Courier

18. Oktober 2017 | 13:23 Uhr

Boostedt : Neue Verhältnisse im Gemeinderat

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Carmen Eitner verlässt die FWB und wechselt zur CDU. Das hat Veränderungen für die Gemeindevertretung zur Folge.

Boostedt | Die Boostedter Gemeindevertreterin Carmen Eitner hat die Fraktion gewechselt. Bisher hatte die 46-Jährige ihren Sitz in der Gemeindevertretung für die Wählergemeinschaft Freie Wähler Boostedt (FWB) wahrgenommen. Nun gehört die dreifache Mutter seit dem 1. September der CDU-Fraktion an. Das hat Veränderungen für die Gemeindevertretung zur Folge: Die FWB hat keine Fraktion mehr, und Mehrheitsverhältnisse sind nun eindeutig.

Auf Anfrage sagte Eitner, es habe zunehmend gravierende Meinungsverschiedenheiten mit der Fraktionskollegin Marina Weber gegeben. Deshalb habe sie sich letztlich entschieden, die Fraktion zu wechseln. Eine weitere Stellungnahme wolle sie dazu nicht abgeben. „Ich möchte einfach meine kommunalpolitische Arbeit weiterführen und helfen, wo Hilfe gebraucht wird“, erklärte sie.

Der Fraktionsvorsitzende Wolfgang Brückner begrüßte die Entscheidung von Carmen Eitner. „Frau Eitner ist eine Bereicherung für unsere Arbeit. Wir freuen uns auf ihre Ideen“, sagte er.

Marina Weber wollte zu der Trennung konkret keinen Kommentar abgeben. „Persönlich bin ich natürlich enttäuscht. Aber wie es für mich jetzt weiter geht, weiß ich noch nicht. Da mich der Austritt von Carmen aus der FWB total überrascht hat, muss ich das jetzt erstmal sacken lassen“, erklärte sie.

Verändern werden sich jedoch in der 17-köpfigen Gemeindevertretung auf jeden Fall zwei Dinge: Die Fraktion der FWB hat mit dem Wechsel von Carmen Eitner keinen Bestand mehr, da eine Fraktion aus mindestens zwei Mitgliedern bestehen muss, jetzt aber nur noch Marina Weber von der FWB in der Gemeindevertretung ist.

Und: Die Mehrheitsverhältnisse sind in Boostedt mit nun neun Sitzen für die CDU und sieben Sitzen für die SPD klar – egal wie sich Marina Weber zukünftig in den Abstimmungen entscheiden wird.

Bernd Schauer, Fraktionsvorsitzender der SPD kommentierte diese Entwicklung: „Die Abgänge in der Wählergemeinschaft haben mittlerweile schon kuriose Züge angenommen. Aber für die konkrete politische Arbeit sehe ich keine großen Auswirkungen.“ Die CDU habe nun zwar die klare Mehrheit. Aber dies komme sicherlich nur in Einzelfragen zum Tragen. „Die SPD wird auch unter den neuen Vorzeichen weiterhin sinnvolle Vorschläge machen und diese demokratisch diskutieren“, sagte er.

Bürgermeister Hartmut König (CDU) erwartet von der neuen Konstellation vor allen Dingen eine Verbesserung in der politischen Diskussion. „Hier hat es im vergangenen Jahr große Reibungsverluste gegeben. Und wir stehen mit der Flut an Flüchtlingen sowie mit der Konversion der Rantzau-Kaserne und vielen weiteren Baustellen in der Gemeinde zurzeit vor wirklich großen Aufgaben. Hierbei hoffe ich nun auf eine bessere, sachorientierte Zusammenarbeit“, erklärte er.

Die entsprechenden Anträge der CDU unter anderem zur Neubesetzung des Ausschusses für Jugend, Sport, Senioren und Soziales, den bisher Marina Weber inne hatte, werden für die Gemeindevertretersitzung am 5. Oktober erwartet.  


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