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Bad am Stadtwald : Neue Schwimmhalle mit Panorama-Fenstern?

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Anstelle der Traglufthalle soll ein fester Bau über dem Außen-Sportbecken entstehen. Bad-Chef Tom Keidel hofft auf eine schnelle Entscheidung der Politik.

shz.de von
erstellt am 10.Sep.2014 | 07:00 Uhr

Neumünster | Tom Keidel hat gerechnet und geplant: In den Schubladen des Chefs vom Bad am Stadtwald liegt ein fertiges Konzept für eine neue Freibad-Halle. Der Bau soll die Traglufthalle aus PVC ersetzen, die seit Jahren im Winter über dem Außen-Sportbecken errichtet wird, um den Schwimm-Unterricht der Schulen und Vereine sicherzustellen. Seine Ideen will Keidel nun dem Aufsichtsrat vorstellen. Das teilte er gestern bei der Vorstellung der Freibad-Bilanz 2014 mit.

Rund 25 000 Gäste kamen in diesem Sommer von Mai bis Ende August an den Hansaring, das sind etwa 2500 mehr als im vergangenen Jahr und in etwa so viele wie 2012. „Damit bin ich sehr zufrieden“, so Keidel, der seit vier Jahren für die Einrichtung verantwortlich ist. Der bundesweite Abwärtstrend bei den Besucher-Zahlen sei in Neumünster noch nicht zu merken. „Das Freizeitverhalten und die Mobilität der Menschen haben sich geändert. Viele besitzen heute außerdem ihren kleinen Pool im Garten“, sagt Keidel. Ausdrücklich lobte er die Zusammenarbeit mit dem Jugendverband und dem Kreisel-Team, die für Aktionen während der Sommerferien sorgten. „Die haben tolle Konzepte erarbeitet.“ Besucherstärkster Tag war mit 2138 Gästen der 9. Juni.

Die neue feste Schwimmhalle soll eine breite Fensterfront haben, die bei entsprechenden Temperaturen geöffnet und bei schlechtem Wetter geschlossen werden kann. „Somit sind wir unabhängiger, können die Freibad-Saison bei Bedarf auch früher starten und müssen nicht immer auf den Abbau der Traglufthalle warten“, so Keidel. Nur das Nichtschwimmerbecken und der Kleinkindbereich außen blieben unter freiem Himmel. Weil das Sportbecken bereits in die Jahre gekommen ist, könnte es im Rahmen des Neubaus gleich mit saniert und modernen Anforderungen angepasst werden.

Keidel hat es geprüft: „Der Neubau würde bei einer Abschreibungsfrist von 30 Jahren nicht teurer sein als der ewige Auf- und Abbau sowie Betrieb der Traglufthalle“, sagt er. Konkrete Zahlen über die derzeitigen Kosten nannte er nicht. Der deutliche Vorteil: Ein fester Bau ist wetterunabhängig, kann nicht – wie im vergangenen Jahr beim Orkan „Christian“ – zusammenbrechen und sichert damit langfristig das Schul- und Vereinsschwimmen. „Wir haben eine Aufgabe, sind Teil der Daseinsvorsorge in der Stadt, die schließlich ein Oberzentrum ist“, so Keidel.

Das hofft er auch dem Aufsichtsrat und der Kommunalpolitik vermitteln zu können. Da die jetzige Traglufthalle neu ist, besteht zwar kein unmittelbarer Handlungszwang, trotzdem ermuntert der Bad-Chef die Verantwortlichen, das Konzept nicht ewig vor sich her zu schieben. Es müsse zwar ausführlich diskutiert und von allen Seiten beleuchtet werden, aber „irgendwann brauchen wir dann auch eine Entscheidung.“ Die Aufenthaltsqualität im Bad am Stadtwald müsse stetig erhöht werden. „Nur so schaffen wir es überhaupt, die jetzigen Besucherzahlen trotz des demografischen Wandels zu halten“, so Keidel.

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