Integrationsprojekt : Neue Schirmherrin für den „Gesprächsstoff“

Beim Nähen kamen Aminata Touré (MdL Grüne, von links) als neue Schirmherrin und die Koordinatorinnen des „Gesprächsstoffs“, Sina Pache und Julia Behboudian ins Plaudern.
Beim Nähen kamen Aminata Touré (MdL Grüne, von links) als neue Schirmherrin und die Koordinatorinnen des „Gesprächsstoffs“, Sina Pache und Julia Behboudian ins Plaudern.

Die Politikerin Aminata Touré informierte sich über das erfolgreiche Projekt des Kinderschutzes in Neumünster.

Gabriele Vaquette2.jpg von
08. Mai 2019, 10:40 Uhr

Gemeinsam miteinander nähen und ins Gespräch kommen – und so spielerisch die deutsche Sprache lernen: Das ist der ganz einfache Gedanke, der hinter dem Projekt „Gesprächsstoff“ des Kinderschutzbundes steckt. Auch die Grünen-Landtagsabgeordnete Aminata Touré setzte sich an die Nähmaschine.

Seit zwei Jahren bringt das Projekt vor allem Frauen vieler Nationalitäten miteinander ins Gespräch. „Es ist spannend zu sehen – Integration funktioniert im realen Leben, ohne dass man groß schnacken muss“, stellte die Politikerin fest, die jetzt die Schirmherrschaft übernahm.

73 Frauen und vier Männer sind dabei

Das 2017 an der Kieler Straße gestartete Projekt zog aufgrund von Raumproblemen in den Elterngarten am Fürsthof um. Auf die Idee zum Projekt kamen die Pädagogin Maike Petersen und die Sozialarbeiterin Nadine Kirchner. „Wir wollten etwas für die Integration von traumatisierten Flüchtlingen tun, das auch einen Sinn hat“, sagt Maike Petersen. Da die beiden Mitarbeiter des Kinderschutzbundes leidenschaftlich gern nähen, war die Idee geboren. Inzwischen beteiligen sich 73 Frauen aus unterschiedlichen Nationalitäten – Afghanistan, Syrien, Mazedonien, Bulgarien - und vom Alter her bunt gemischt – und auch vier Männer. Nicht gezählt wurden die vielen Kinder, so KSB-Geschäftsführer Till Pfaff. Genäht wird jeweils montags, dienstags und mittwochs von 14.30 bis 16.30 Uhr; es ist ein offenes Angebot. Die Deutsche Fernsehlotterie fördert das Projekt seit 2018 über drei Jahre mit insgesamt 137 000 Euro, was rund 80 Prozent der Kosten entspricht. Zuständige Koordinatorinnen sind Sina Pache und Julia Behboudian.

Aminata Touré war begeistert über das gelungene Projekt:

Wir haben im Koalitionsvertrag 2017 das Integrationsgesetz Schleswig-Holstein vereinbart. Für mich ist es wichtig zu sehen, wie es in der Realität aussieht. Ich bin der Überzeugung, dass eine Zuwanderung und Integration in einer Gesellschaft nur dann funktioniert, wenn beide Seiten mitmachen. Aminata Touré
 

Sie sei gerne Schirmherrin dieses Projekts, so Aminata Touré. Konkret bedeute dieses Amt, einfach mal vorbeizuschauen, aber auch Teilnehmer des „Gesprächsstoffs“ in den Landtag einzuladen und ihnen den Politikbetrieb zu erklären.


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