Bauausschuss : Neue Runde in der Pflasterdebatte

Das grobe Granitpflaster auf dem Großflecken ist vielen Neumünsteranern seit Jahren ein Dorn im Auge. Im Bereich vor der Gänsemarkt-Kreuzung soll das Pflaster jetzt im Zuge der Umbauarbeiten ausgetauscht werden. Unklar ist noch gegen welches Pflaster.
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Das grobe Granitpflaster auf dem Großflecken ist vielen Neumünsteranern seit Jahren ein Dorn im Auge. Im Bereich vor der Gänsemarkt-Kreuzung soll das Pflaster jetzt im Zuge der Umbauarbeiten ausgetauscht werden. Unklar ist noch gegen welches Pflaster.

CDU drückt beim Umbau der Gänsemarkt-Kreuzung aufs Tempo.

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05. Mai 2015, 06:45 Uhr

Neumünster | Um den engen Zeitplan für den Umbau der Gänsemarkt-Kreuzung nicht ins Wanken zu bringen, will die CDU jetzt bei der noch ausstehenden Pflasterauswahl aufs Tempo drücken. Ein entsprechender Antrag für den Bau- und Planungsausschuss am kommenden Donnerstag, 7. Mai, fordert die Bauverwaltung auf, bei den Vorschlägen für die Rad- und Fußwegpflasterung vornehmlich auf bewährte Muster aus der Stadt zurückzugreifen.

„Wir wollen jetzt keine teuren Experimente, sondern eine zügige Lösung“, warb die baupolitische Sprecherin der CDU-Ratsfraktion, Helga Bühse, gestern für den Vorschlag. Er sieht vor, dass die Bauverwaltung bis zur Juli-Sitzung des Bauausschusses drei verschiedene Pflastermuster vorstellt, die sich an anderer Stelle in der Stadt bereits bewährt haben. Bis zur Beratung im Ausschuss sollte die Verwaltung außerdem geklärt haben, in welchen Farben, in welchen Fristen und zu welchen Kosten die ausgewählten Pflaster zu beziehen sind. Besonderes Augenmerk soll bei der Auswahl auf die Rutschfestigkeit und die Eignung auch für Rollator- oder Kinderwagennutzer gelegt werden.

Hintergrund des Vorstoßes: In seiner Märzsitzung hatte der Bauausschuss nach langer Debatte zwar die geplante Verschwenkung der Fahrbahn auf dem Kuhberg zwischen Gänsemarkt und Karstadt genehmigt, die von der Stadtplanung vorgestellten Pflastermuster aber einhellig durchfallen lassen (der Courier berichtete). Dies, obwohl der Stadt die Zeit im Nacken sitzt: Die Kommune hat sich vertraglich verpflichtet, die Gänsemarkt-Kreuzung bis zum Start der Holsten-Galerie im Herbst umzugestalten. Weitere Verzögerungen drohten diese Zusage zu gefährden, mahnte Tiefbauchef Ralf-Joseph Schnittker in der Vergangenheit wiederholt.

Spannung verspricht auch die Debatte über die Neuansiedlung eines neuen Sonderpostenmarktes im Störpark am Haart. Der Elektronikmarkt Expert aus der Rügenstraße möchte hier gemeinsam mit dem Sonderpostenmarkt in die ehemalige Halle des Praktiker-Baumarktes einziehen (der Courier berichtete). Ein von der Stadt verlangtes Gutachten hält die Ansiedlung für vertretbar, obwohl in dem Markt großflächig so genannte „zentrenrelevante Sortimente“ angeboten werden. Das ist in Außenlagen mit Rücksicht auf die Innenstadt eigentlich nicht zulässig. Wegen der besonderen Stellung des Sonderpostenmarktes (wenig Markenartikel, keine festen Sortimente) hat aber auch die Stadtplanung keine Probleme mit der Ansiedlung des Marktes.

Weitere Themen im Bauausschuss:

>Radwegverlängerung von der Gartenstadt bis in den Gewerbepark Eichhof

> Fortschreibung des Radverkehrskonzepts

> Ausbau der Kreuzung Leinestraße / Boostedter Straße zum Kreisverkehr.

Die öffentliche Sitzung des Bau-, Planungs- und Umweltausschusses beginnt um 17.30 Uhr in den Konferenzräumen 1-3 des Friedrich-Ebert-Krankenhauses.

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