zur Navigation springen

Seniorenbeirat : Neue Räume für Senioren in Faldera

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Den älteren Menschen in Faldera fehlt ein Ort für gemeinsame Begegnungen. Das soll sich nach dem Willen des Seniorenbeirats ändern.

Neumünster | Das ehemalige Gemeindehaus der katholischen Kirche St. Bartholomäus am Wernershagener Weg soll als Begegnungszentrum für Senioren in Faldera genutzt werden – dafür sprachen sich die Mitglieder des Seniorenbeirats in ihrer gestrigen Sitzung aus. Sie stimmten geschlossen einem entsprechenden Antrag der Verwaltung zu, der in den kommenden Wochen im Stadtteilbeirat Faldera, im Sozial- und Gesundheitsausschuss sowie im Finanz- und Wirtschaftsförderungsausschuss beraten wird. Eine endgültige Entscheidung fällt am 4. November in der Ratsversammlung.

Der Hintergrund: Der ehemalige Seniorentreff in der Schleswiger Straße musste im vergangenen Jahr einer Krippenbetreuung für Kinder unter drei Jahren weichen. Bei der Suche nach Ausweichmöglichkeiten stießen der Seniorenbeirat und der Stadtteilbeirat Faldera auf das Gemeindehaus. Die Stadtverwaltung hat in Abstimmung mit beiden Gremien ein Konzept für die Nutzung der Räume erstellt. In dem Gebäude gibt es einen 60 Quadratmeter großen Gruppenraum, der durch eine Faltwand unterteilt werden kann. Die Räume sollen für die Seniorenarbeit genutzt werden, aber auch für Angebote, die sich an jüngere Erwachsene richten.

Geplant ist zudem, ein Freizeit- und Angebotskonzept für die ältere Generation zu entwickeln. Als Vorbild soll das Modellprojekt „Freizeit Forum 55 plus“ in Gadeland dienen. Erforderlich ist dafür die Unterstützung einer pädagogischen Fachkraft, die vier Jahre lang 19,5 Stunden pro Woche eingesetzt werden soll. Danach ist angedacht, das Angebot mit Unterstützung des Seniorenbüros von Ehrenamtlichen weiter zu führen. Zu den Aufgaben des neuen Mitarbeiters soll gehören, den Aufbau einer Seniorenarbeit voranzubringen, ein Netzwerk zu errichten und die Angebote zu koordinieren.

Die Mitglieder des Seniorenbeirats sprachen sich dafür aus, dass die Stadt das ehemalige Gemeindehaus für zehn Jahre anmietet. Die jährlichen Kosten inklusive Miete, Sanierungsumlage, Unterhaltungs-, Betriebs-und Reinigungskosten belaufen sich auf 25 900 Euro. Für die Anschaffung von Möbeln fallen einmalig 30 000 Euro an. Der Einsatz der Fachkraft schlägt mit 28 500 Euro pro Jahr zu Buche. Dazu kommen 2000 Euro für die Seniorenarbeit.

Dorothea Jahner vom Seniorenbeirat hofft, dass das Projekt zustande kommt. „Es ist sehr wichtig, ältere Menschen in das Gemeinwesen der Stadt zu integrieren“, sagte sie.

Kommentar: Isolation verhindern

Mit vereinten Kräften kämpfen die Mitglieder des Senioren- und Stadtteilbeirats für ein Begegnungszentrum in Faldera. Es ist zu hoffen, dass ihr Einsatz belohnt wird. Seitdem ihr ehemaliger Treffpunkt im vergangenen Jahr einer Krippenbetreuung weichen musste, fehlt den älteren Menschen ein zentraler Anlaufpunkt für Begegnungen. Es ist selbstverständlich, dass durch die steigende Nachfrage nach Kita-Plätzen Raum für die Betreuung der Kleinsten geschaffen werden muss. Genauso selbstverständlich sollte es aber sein, die Bedürfnisse unserer älteren Mitbürger nicht aus den Augen zu verlieren. Soziale Kontakte im Alter sind extrem wichtig. Senioren, die sich in die Isolation zurückziehen, werden über kurz oder lang vereinsamen – und das gilt es zu verhindern!

Karte
zur Startseite

von
erstellt am 16.Okt.2014 | 12:00 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen