Neue Pläne für Wasbek

Das Gebäude der Sparkasse soll abgerissen werden.
Das Gebäude der Sparkasse soll abgerissen werden.

Auf einer außerordentlichen Gemeindevertretersitzung wurde die Gestaltung des Dorfzentrums vorgestellt

shz.de von
05. Juli 2018, 14:25 Uhr

Nach der heftigen Kritik zahlreicher Wasbeker bei der frühzeitigen Bürgerbeteiligung am 18. April (der Courier berichtete) wurde der Bebauungsplan „Ortmitte“ noch einmal überarbeitet. Die neuen Pläne wurden vorgestern Abend auf einer außerordentlichen Gemeindevertretersitzung vorgestellt. Um dem Investor entgegenzukommen, hatte die Gemeindevertretung beschlossen, den Termin vom 26. September vorzuziehen.

Es wurden Punkte wie die Zugänglichkeit des Aalbeks für die Allgemeinheit, bezahlbare Wohneinheiten auch für Senioren und Einpersonenhaushalte, die Schaffung eines Parks als Treffpunkt im Ortszentrum und die Berücksichtigung von ausreichendem Parkraum in die neue Planung einbezogen. Das Ergebnis stellten Farina Bohnsack und Norbert Jeß vom Architekten- und Planungsbüro B2K aus Kiel in Kühls Gasthof vor. Der überarbeitete Plan beinhaltet jetzt einen öffentlich zugänglichen Bewirtschaftungsstreifen am Aalbek, für den die Gemeinde zuständig ist. Die Grundstücke werden neu aufgeteilt, es wird nur noch zwei Stichstraßen geben und Raum geschaffen für den gewünschten Park, beziehungsweise die Erweiterung der bereits vorhandenen Grünfläche. Das Gebäude der Sparkasse ist nicht mehr in die neue Planung einbezogen und wird abgerissen. Gemeindevertretung und die rund 20 Bürger, die an diesem Abend zur Sitzung erschienen waren, reagierten überwiegend positiv auf den neuen Plan. „Das ist eine deutliche Verbesserung zum ersten Vorschlag“, meinte Klaus Dahmke (CDU).

Auch Bürgermeister Karl-Heinz Rohloff ist überzeugt, dass dieser Plan bei den Wasbekern eine positive Resonanz finden wird. „Die Bürgerbeteiligung hat wirklich Sinn gemacht und das Projekt vorangetrieben.“

Auch der Bebauungsplan 21, „Westliche Ehndorfer Straße“, war an diesem Abend ein Thema. Hier waren noch einige Punkte zum Natur- und Artenschutz offen. Da Wasbek ein Hauptverbreitungsgebiet der unter Artenschutz stehenden Haselmaus ist, musste erst geklärt werden, ob sich auf dem geplanten Baugelände keine Population der kleinen Nager angesiedelt hat. Bei insgesamt sechs Begehungen über einen längeren Zeitraum durch einen Diplom-Biologen wurde derzeit kein Vorkommen von Haselmäusen festgestellt. Für die dort angesiedelten Fledermäuse – in diesem Falle Zwerg - und Breitflügelfledermäuse – wird auf dem Gelände ein Ausgleich geschaffen, der durch das Fällen mehrerer Bäume erforderlich ist. Dieser Bebauungsplan wurde in der vorgelegten Form von den Gemeindevertretern einstimmig gebilligt.

Ein weiterer Punkt auf der Tagesordnung war die Jahresrechnung 2017. Hier konnte Michael Hollerbuhl, Ausschussvorsitzender des Haupt- und Finanzausschusses, ein positives Ergebnis – sowohl im Vermögens- als auch im Verwaltungshaushalt – bekannt geben. „Die Rücklage ist gut gefüllt, der Vermögenshaushalt beläuft sich auf 700 000 Euro. Und das, obwohl wir für den Bau der Sporthalle rund 1,3 Millionen Euro aus eigenen Mitteln aufbringen mussten. Was den Verwaltungshaushalt angeht, ist dieser ausgeglichen, Wasbek steht also finanziell gut da“, so Hollerbuhl. Dementsprechend wurde auch der Jahreshaushalt 2017 einstimmig verabschiedet.




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