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Trinkwasser-Schutz : Neue Messstellen für besseres Grundwasser

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Um Schadstoffe und Salze eher und besser zu erkennen, werden im Wasserschutzgebiet fünf weitere Aufzeichnungsgeräte im Boden installiert.

Neumünster | An fünf Standorten in der Stadt bohrt die Firma Celler Brunnenbau in den kommenden Wochen bis zu 180 Meter in die Tiefe. An der Pastor-Rösner-Straße, der Plöner Straße, am Aufelder Weg und am Süderdorfkamp sowie – seit Beginn der Woche – am Moorweg werden noch voraussichtlich bis November bis zu 17 neue Grundwasser-Messstellen (3 bis 4 pro Standort) installiert. Sie sollen Aufschluss über die Mächtigkeit und Zusammensetzung der Bodenschichten sowie die Qualität des Grundwassers im Wasserschutzgebiet Neumünster (siehe Infokasten) liefern.

„Je dichter ein Netz ist, desto besser können wir Aussagen treffen“, begründet Thomas Neumann, projektbegleitender Geologe des Landesamtes für Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume, die Maßnahme. Das Grundwasser bilde sich durch Versickerung ständig neu, zudem sei es sinnvoll, Gesteins- und Erdschichten zu analysieren, um ihre Schutzfunktion und Durchlässigkeit zu prüfen. Einträge aus der Luft, der Landwirtschaft oder der Industrie könnten zudem das Grundwasser gefährden und seine Qualität als Trinkwasser einschränken, so Neumann: „Ziel ist es, auch künftige Generationen mit qualitativ einwandfreiem, naturreinem Trinkwasser versorgen zu können.“

Stichwort: Wasserschutzgebiet

Das Wasserschutzgebiet Neumünster ist 2599 Hektar groß und gliedert sich in drei Zonen:  die weitere Schutzzone (Zone III), die in die Zonen III A und III B aufgeteilt ist, die engere Schutzzone (Zone II) und in den Fassungsbereich (Zone I). Die Zonen liegen im nord-östlichen Teil der Stadt und reichen grob gesehen von der Einfelder Dorfstraße im Norden bis zur Plöner Straße im Süden und  von den Holstenhallen im Westen bis zur Dorfstraße in Bönebüttel im Osten, wobei der engere Bereich die Gebiete Tungendorf und Tasdorf umfasst.  Das Wasserschutzgebiet für das  Wasserwerk am Brüningsweg wurde 1988 festgelegt. Die Stadtwerke entnehmen im Umfeld des alten Wasserturmes an der Bismarckstraße aus bis zu 120 Meter tiefen Förderbrunnen knapp 5,5 Millionen Kubikmeter Grundwasser pro Jahr.

 

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erstellt am 25.Sep.2014 | 16:00 Uhr

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