Britta Krüger : Neue Leiterin im Jugendarrest Moltsfelde

Die scheidende Verwaltungsleiterin Christa Laßmann (rechts)  führte  die Justizministerin Anke Spoorendonk durch die Anstalt und zeigte ihr dabei auch die Arresträume. Foto: Ziehm
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Die scheidende Verwaltungsleiterin Christa Laßmann (rechts) führte die Justizministerin Anke Spoorendonk durch die Anstalt und zeigte ihr dabei auch die Arresträume. Foto: Ziehm

Krüger folgt auf Christa Laßmann. Justizministerin Anke Spoorendonk: "Jugendarrest ist kein kleiner Strafvollzug".

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26. Februar 2013, 07:54 Uhr

Neumünster | Die zentrale Jugend arrestanstalt des Landes in Moltsfelde hat eine neue Verwaltungsleiterin: Die Diplom-Sozialpädagogin Britta Krüger (39) folgt auf Christa Laßmann (58), die zum Monatsende in den Vorruhestand geht. Ihre Nachfolgerin kommt aus der Vollzugsabteilung des Justizministeriums und war bereits seit 2008 als Stellvertreterin von Christa Laßmann tätig.

Justizministerin Anke Spoorendonk (SSW) dankte Christa Laßmann "für die vorbildliche Arbeit". Der Jugendarrest in Moltsfelde sei schon seit langem modern ausgerichtet und verfolge konsequent einen pädagogischen Ansatz. "Dafür ist Moltsfelde bundesweit bekannt", betonte die Ministerin. Seit 2007 war Christa Laßmann, die 1975 ihren Justiz-Dienst als Rechtspflegerin begann, die Verwaltungsleiterin. "Mich haben die Gestaltungsmöglichkeiten hier von Anfang an gereizt. Das ist eine sehr sinnstiftende Aufgabe", sagte sie zum Abschied.

Die 2002 gebaute und vor vier erweiterte Jugendarrestanstalt Moltsfelde (kurz vor der Stadtgrenze an der Boostedter Straße) hat 57 Arresträume. Pro Jahr verbüßen hier Jugendliche etwa 1000 Arreste von bis zu vier Wochen als Warnschuss. In Moltsfelde landen "nicht Schwerkriminelle, sondern Jugendliche, die auf die schiefe Bahn geraten sind. Es geht um soziales Training", machte Johannes Sandmann aus dem Justizministerium deutlich. "Jugendarrest ist kein kleiner Strafvollzug", betonte auch Ministerin Spoorendonk. Die Landesregierung plant eine Über arbeitung des Jugendarrestvollzugs gesetzes. "Der Schwerpunkt unseres neuen Ansatzes ist eine Neuausrichtung des pädagogischen Konzeptes", sagte Anke Spoorendonk. Die Anwendung des Jugendstrafrechts solle stärker am Erziehungsgedanken ausgerichtet werden. "Wir nehmen diesen Erziehungsauftrag ernst und werden deshalb auch den Vollzug des Jugendarrestes pädagogisch ausgestalten."

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