Neumünster : Neue Kita für Tungendorf

Der Bolzplatz am Eichenplatz ist als Standort für eine neue Kita auserkoren. Fotos: Ziehm (2)
Der Bolzplatz am Eichenplatz ist als Standort für eine neue Kita auserkoren. Fotos: Ziehm (2)

Stadt hat dem DRK den Bolzplatz am Eichenplatz für den Neubau einer Kindertagesstätte angeboten / Spielplatz bliebe unberührt

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09. Juli 2018, 08:00 Uhr

Neumünster | Von wegen überalternder Stadtteil! Tungendorf erlebt einen Generationenwechsel. Mit dem Zuzug junger Familien wird es in den drei Tungendorfer Kitas aber eng. Schon jetzt reichen die Kapazitäten im Volkshaus, beim DRK an der Nelkenstraße und der Andreasgemeinde nicht mehr aus.

Unter der Überschrift „Haben wir in Tungendorf genug Kita-Plätze?“ hatte der SPD-Ortsverein ins Volkshaus geladen. Für den zuständigen Stadtrat Carsten Hillgruber ist die Antwort klar. „In Tungendorf fehlen aktuell schon rund 50 Plätze“, sagte er.

Die Stadt möchte das Platzangebot mit Hilfe des Deutschen Roten Kreuzes ausbauen. „Wir denken über eine neue Kita im Norden von Tungendorf nach“, sagte Hillgruber. Dort sei der Bedarf am größten. Die Stadt hat dem DRK für einen möglichen Neubau für bis zu vier Gruppen den Eichenplatz angeboten. „Es geht um den Bolzplatz dort, nicht um den Spielplatz“, stellte Ulf Kienast vom DRK klar. „Darüber freuen sich nicht alle Anlieger“, weiß auch SPD-Ratsherr Andreas Hering.

Gisela Sefkow sieht im Kinderlärm nicht das Problem. Das seien eher unvernünftige Eltern, die ihre Kinder zur Kita fahren. Sie fragte zudem, ob der rege genutzte Spielplatz dann der Kita zugeordnet werde. Dietmar Hirsch aus dem Stadtteilbeirat sieht den zu erwartenden Verkehr in den schmalen Wohnstraßen rund um den Eichenplatz „sehr kritisch“ und fragte: „Plant die Stadt Alternativstandorte?“ Es klinge so, als fixiere sich die Stadt auf den Eichenplatz.

Das ist in der Tat so. „Das ist der Standort, auf den wir uns konzentrieren. Ich sehe auch keine Alternativen im Norden Tungendorfs“, sagte Hillgruber. Andreas Hering mahnte, die Suche nach alternativen Standorten würde die Zeitschiene nochmal verlängern. Für ihn lautete die Devise: „Kita, aber schnell!“ Ganz so schnell wird es aber nicht gehen. „Die Fertigstellung ist für 2020 geplant“, so Hillgruber. Die Planung sieht zwei Elementar- und eine Krippengruppe vor. Hillgruber: „Wir reden mit dem DRK über eine vierte Gruppe.“

DRK-Präsidiumsmitglied Uwe Döring erklärte, dass das DRK schnell Planungssicherheit benötige. „Wir machen das nur, wenn wir auf Dauer eine sichere Perspektive haben.“ Mit demografischen Prognosen habe man in Tungendorf schlechte Erfahrungen gemacht. Hätte man darauf gehört, wäre die Rudolf-Tonner-Schule jetzt zu. Auch die neue Kita sei nötig. Eine Bürgerbeteiligung gibt es am 19. September im Stadtteilbeirat.

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