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Kinderschutzbund : Neue Kampagne soll Kinder vor Gewalt schützen

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Zum „Tag für gewaltfreie Erziehung“ am 30. April startet der Kinderschutzbund die Aktion „Kinderschutz braucht eine ganze Stadt!“

Neumünster | Wie können Kinder besser vor Gewalt geschützt werden? Welche Initiativen und Aktivitäten können dazu beitragen? Und welche Möglichkeiten gibt es in Neumünster bereits? Mit diesen und weiteren Fragen haben sich die Mitarbeiter des Kinderschutzbunds (KSB) intensiv auseinandergesetzt. Zum „Tag für gewaltfreie Erziehung“ am 30. April startete der KSB jetzt seine neue Kampagne „Kinderschutz braucht eine ganze Stadt!“

Gemeinsam mit Schülern des Fachbereichs Mediengestaltung der Walther-Lehmkuhl-Schule wurden Plakate und Faltblätter erstellt, die in den kommenden Tagen in der Stadt verteilt werden sollen. Außerdem will der KSB das Thema im Laufe des Jahres mit verschiedenen Aktionen immer wieder aufgreifen.

Bisher geplant ist dazu für Juni ein Schreibwettbewerb. Im Herbst soll dann in Zusammenarbeit mit dem Einzelhandel eine stadtweite Aktion mit öffentlichen Anlaufstellen für Kinder, die Hilfe benötigen, folgen. „Ziel unserer Offensive ist es, den Schutz von Kindern vor Gewalt als allgemeingesellschaftliche Aufgabe bei den Bürgern, in Einrichtungen und Institutionen, aber auch in Unternehmen zu etablieren. Denn allein im vergangenen Jahr sind 330 Fälle bei uns aufgelaufen. Aber man geht davon aus, dass die Dunkelziffer mehr als acht Mal höher liegt“, erklärte der KSB-Geschäftsführer Till Pfaff.

Gleichzeitig will der Verein so auf seine niedrigschwelligen Angebote als offizielle Fachberatungsstelle zum Kinderschutz in der Stadt aufmerksam machen. Diese steht für einzelne Anfragen ebenso wie für Fortbildungen, unter anderem für Jugendgruppenleiter und Betreuer in Vereinen, zur Verfügung. „Wir wollen die Kinder stärken und die Erwachsenen dazu ermutigen, sich bei uns zu melden, wenn sie den Eindruck haben, dass Kinder gewalttätigen Handlungen ausgesetzt sind“, erläuterte die stellvertretende KSB-Vorsitzende Dr. Bettina Boxberger. Deshalb könne man sich in der Beratungsstelle auch anonym melden. „Die Angst, eine Situation falsch einzuschätzen, ist oft groß. Doch es ist immer besser, sich einmal zu viel zu melden, als einmal zu wenig“, ergänzte die Koordinatorin Barbara Budke.

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