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Vorbereitungen laufen : Neue Kampagne für den Sozialen Tag

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Die Organisatoren von „Schüler helfen leben“ wollen Schulen mit frischen Plakaten motivieren. Die Zahlen gingen auch in Schleswig-Holstein zurück.

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erstellt am 13.Jun.2017 | 08:30 Uhr

Neumünster | In der Zentrale von „Schüler helfen leben“ (SHL) beginnt jetzt die heiße Phase. Denn in gut vier Wochen, am 13. Juli, findet bundesweit der Soziale Tag statt. Dann werden wieder mehrere zehntausend Schüler jeden Alters und Schultyps in ganz Deutschland den Ranzen zu Hause lassen und stattdessen einen Tag lang jobben. Der Verdienst wird anschließend für den guten Zweck gespendet (siehe Kasten). Dieses Riesenprojekt wird zum großen Teil in Neumünster vorbereitet.

Im SHL-Büro an der Kaiserstraße kümmern sich zurzeit sieben junge Leute als Bundes-Freiwilligendienstler sowie zwei Hauptamtliche, die vor allem mit dem technischen Teil der Aktion betraut sind, um die Organisation des Sozialen Tags. So werden hier zum Beispiel alle Anmeldungen von Schulen erfasst und Vorträge zum Thema im gesamten Bundesgebiet gehalten. Im Berliner Büro findet die Projektkoordination statt.

Aktuell steht noch sehr viel Werbung für das Projekt im Vordergrund. „Wir erinnern zum Beispiel noch alle Schulen, die in der Vergangenheit mitgemacht und sich diesmal noch nicht gemeldet haben, an den Sozialen Tag und haken nach, ob sie sich nicht noch schnell anmelden wollen“, erklärt SHL-Pressesprecher Klaas Martens. „Wir haben leider leicht rückläufige Zahlen. Besonders in den neuen Bundesländern ist die Resonanz nicht so groß. Die machen aber andere Projekte“, meint Klaas Martens. Doch auch in Schleswig-Holstein hat das Engagement in den vergangenen Jahren nachgelassen: 2015 waren hier 273 Schulen beteiligt, 2016 waren es noch 245, und für den Sozialen Tag 2017 haben sich zurzeit 201 Schulen im Norden angemeldet (9 davon aus Neumünster). „Eine Anmeldung ist aber bis kurz vorher noch möglich“, sagt der Sprecher und hofft auf Kurzentschlossene. Allerdings müssen die Schüler noch genug Zeit haben, um sich einen Job suchen zu können. Dass gerade in Schleswig-Holstein, dem SHL-Gründungsland, die Zahlen rückläufig sind, finden die Organisatoren schade. „Aber dafür holt Bayern auf“, sagen sie erfreut.

Um die Schulen und Schüler erneut wach zu rütteln, wurde in diesem Jahr eine neue Plakat-Kampagne ins Leben gerufen. „Rasen rollen gegen Rassismus“, „Kochen für Kinderrechte“ oder „Beats bauen für Bildung“, heißt es auf fröhlichen Plakaten.

In diesem Jahr wird für ein Projekt in Serbien gesammelt, von dem Rückkehrer nach Serbien und Flüchtlinge aus dem Nahen Osten profitieren. Außerdem wird ein Jugendzentrum der Johanniter an der syrischen Grenze in Jordanien unterstützt. 

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