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Karstadt: : Neue Jobs sind nicht leicht zu finden

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Von 60 gemeldeten Kaufhausmitarbeitern hat die Arbeitsagentur bislang nur 14 in neue Jobs vermitteln können

von
erstellt am 30.Okt.2015 | 08:00 Uhr

Neumünster | Wenn Mitte kommenden Jahres das Kaufhaus Karstadt schließt, verlieren auch rund 110 zumeist langjährige Mitarbeiter ihren Job. Trotz der vergleichsweise günstigen Voraussetzungen ist die Wiedervermittlung der Fachkräfte für die Arbeitsagentur offenbar kein Selbstläufer.

Bis dato haben sich dem stellverternden Agenturchef Jens-Peter Stahl zufolge rund 60 Karstadt-Mitarbeiter bei der Agentur arbeitssuchend gemeldet. Lediglich 14 Mitarbeiter haben seine Kollegen bislang in neue Jobs vermitteln können. Zwei Mitarbeiter gehen in Rente. Elf „Karstädter“ nehmen eine gezielte Förderung auf, ein Betroffener will sich in einer speziellen Buchführungsschulung weiterqualifizieren. Vier Karstadt-Mitarbeiter, die sich bei der Agentur gemeldet hatten, haben sich dort inzwischen wieder abgemeldet. Ob sie unmittelbar in den Ruhestand wechseln, ist nicht bekannt. Die Essener Karstadt-Zentrale hatte sich kürzlich mit dem Betriebsrat auf einen Sozialplan für die Mitarbeiter der Filialen in Recklinghausen, Bottrop, Dessau und Neumünster geeinigt, die zum 30. Juni geschlossen werden. Bei Karstadt am Großflecken wollte man sich dazu gestern nicht näher äußern.

„Wir haben die gemeldeten Mitarbeiter natürlich sofort in unsere Bewerberpools für die Holsten-Galerie und das DOC aufgenommen“, sagte Stahl. Insgesamt habe man rund 300 Vorstellungsvorschläge vermittelt. Dass es nicht zu mehr Abschlüssen gekommen sei, könne möglicherweise auch mit unterschiedlichen Gehaltsvorstellungen zusammenhängen, räumt Jens-Peter Stahl ein: „Karstadt hatte in der Vergangenheit immer gut bezahlte Kräfte.“ Auch das Alter dürfte eine Rolle spielen. Das Durchschnittsalter bei Karstadt liegt bei 50 Jahren.

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