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Holsteinischer Courier

16. Dezember 2017 | 23:57 Uhr

Filmdreh : Neue Imagekampagne für Einfeld

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Jugendliche drehen einen Film über ihren Stadtteil. Das Logo „MEinfeld“ soll Identität stiften und den Zusammenhalt fördern.

shz.de von
erstellt am 16.Jun.2017 | 09:00 Uhr

Neumünster | Einfeld will seine Vorzüge besser herausstellen und zugleich das Gemeinschaftsgefühl der Bewohner des Stadtteils stärken. Erreicht werden soll das mit zwei Dingen: dem Logo „MEinfeld“, entwickelt und herausgegeben von Grafik-Designer Dirk Kuhlig, Internetseiten-Betreiber Hans-Joachim Genz und Stadtteilvorsteher Sven Radestock, und einem Film, den sechs Jugendliche der Kirchengemeinde im Alter zwischen 12 und 15 Jahren unter Begleitung von Diakonin Iris Bendzuk zurzeit drehen. Er soll im kommenden Frühjahr fertig sein.

„Wir wollen das Sozialgefüge festigen und mehr Identifikation mit dem Stadtteil herstellen“, sagt Sven Radestock, der die Aktion ausdrücklich als Privatmann und nicht als Stadtteilvorsteher im politischen Amt unterstützt. Seine beiden Kinder Nils Kalle und Hanna Carolina sind seit einigen Wochen gemeinsam mit Hendrik Kesseler, Alexander Martens, Luca Hellstern und Hannah Himstedt mit Kamera und Mikrofon unterwegs und drehen zu verschiedenen Anlässen. „Unser Ziel ist es, alle großen Feste und Aktivitäten in Einfeld im Jahresablauf darzustellen“, sagt Nils Kalle.

Die Idee für das Projekt kam beim Fest zum 40-jährigen Bestehen des Gemeindehauses Roschdohler Weg im vergangenen Jahr (der Courier berichtete) auf. „Damals wurde ein Laien-Film aus dem Jahr 1998 gezeigt, der bei vielen Einfeldern Erinnerungen wachrief. Das hat Spaß gemacht“, sagt Iris Bendzuk. Sie betreut die Jugendlichen, steht bei Fragen bereit, redet aber in den Ablauf nicht hinein. Mehrmals im Monat treffen sich die sechs Schüler nach der Schule, tauschen Informationen auch über ihre Handy aus. Ihr fertiger Film soll später nicht nur in der Gemeinde gezeigt, sondern auch über soziale Netzwerke im Internet verbreitet werden.

Dabei nutzt die Gruppe auch bereits das neue Logo „MEinfeld“ auf T-Shirts und Aufklebern. Allerdings soll es laut Sven Radestock nicht nur bei diesen beiden Werbemitteln bleiben. Er möchte gerne weitere Produkte wie Schlüsselanhänger, Gläser und Tassen herausbringen und damit auch Gutes tun. Über Sponsoren erhofft sich Radestock mittelfristig, Geld für soziale Projekte im Stadtteil einspielen zu können.

Doch erst einmal geht es allen Beteiligten darum, das Zusammengehörigkeitsgefühl im Stadtteil zu stärken. Dabei – das geben sowohl Sven Radestock als auch Iris Bendzuk offen zu – bilden die Einfelder ohnehin schon immer eine eingeschworene Gemeinschaft. Noch heute fahren vor allem Ältere aus dem Stadtteil grundsätzlich beim Besuch des Großfleckens oder des Bahnhofs „zum Einkaufen nach Neumünster“. „Nur die Zugezogenen sagen, dass sie in die Stadt fahren. Daran erkennt man das gleich“, sagt Sven Radestock lachend.

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