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Ferienlager an der Ostsee : Neue Hütten für den Lenster Strand

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Nach 35 Jahren will der Kreissportverband die Nurdachhäuser in seinem Ferienlager ersetzen lassen. Das erste Häuschen gibt es kostenlos.

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erstellt am 09.Feb.2015 | 05:00 Uhr

Ganze Generationen junger Neumünsteraner haben im Ferienlager Lenster Strand ihre Sommerferien verbracht. Jetzt soll das stadteigene Gelände direkt an der Ostsee kräftig aufpoliert werden: Der Kreissportverband, seit 40 Jahren Betreiber des über 70 000 Quadratmeter großen Freizeit- und Ferienparks, will neu bauen.

Mit Hilfe tatkräftiger Sponsoren, so der Plan, sollen in den kommenden Jahren Zug um Zug die in die Jahre gekommenen 16 Nurdachhäuser auf dem Gelände durch einfache, aber moderne Holzhäuschen ersetzt werden. Die 35 Jahre alten Bauten entsprächen einfach nicht mehr den Ansprüchen, der Ersatz sei überfällig, begründete KSV-Geschäftsführer Manfred Utech jetzt die Pläne.

Bereits vor längerer Zeit hatte der Verband damit begonnen, nach einer kostengünstigen Alternative zu fahnden. Einen starken Partner fand er dabei in der Hochschule Wismar. Eine Dozentin, früher selbst Gast im Ferienlager, stellte den Kontakt zu Architekturstudenten her und schob mit dem KSV einen Wettbewerb an. Als Sieger ging dabei ein Entwurf hervor, der ebenso schlicht und kostengünstig wie robust und zweckmäßig daherkommt. Der mit einem Grasdach versehene Flachbau bietet (wie sein Nurdach-Vorgänger) etwa zehn bis zwölf Personen Platz, ist mit ausklappbaren Wandbetten und einer clever arrangierten Inneneinrichtung aber wesentlich flexibler. Je nach Gruppengröße lassen sich Wohn- und Schlafbereich flexibel unterteilen.

Auch in den neuen Hütten ist keine Heizung vorgesehen, aber eine bessere Isolierung soll es dem KSV ermöglichen, die Saison für diese Quartiere bis in den Herbst hinein zu verlängern.

Der Clou: Den Prototypen des neuen gut 50 000 Euro teuren Häuschens bekommt der Sportverband mehr oder weniger kostenlos. Unterstützt von Sponsoren, die sich sowohl mit Geldbeträgen als auch mit Sachleistungen (Statik, Material) einbringen, wollen die Studenten ihr Ferienhaus in Eigenleistung aufbauen. Noch in diesem Sommer soll es die ersten Gäste beherbergen.

Nach und nach sollen dann auch die anderen Nurdachhäuser durch den neuen Haustyp ersetzt werden. In welchen Schritten der Austausch vonstatten geht, hängt allerdings maßgeblich davon ab, welche Sponsoren sich in den kommenden Monaten für das Projekt erwärmen lassen. Aus eigener Tasche könne der KSV die neuen Häuser kaum finanzieren, stellte Utech klar. Die Stadt unterstützt den Betrieb der Ferienanlage an der Ostsee zwar mit einem jährlichen Zuschuss von 24 000 Euro, aber der tatsächliche Unterhalt liege deutlich darüber, sagte der KSV-Geschäftsführer.

Pro Jahr verzeichnet der KSV in seinen insgesamt 16 Gemeinschaftszelten und 16 Hütten am Lenster Strand rund 24 000 Übernachtungen. Die meisten Gäste kommen aus Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen und Schleswig-Holstein. Laut Nutzungsvertrag soll der KSV die Hälfte der Belegungsmöglichkeiten für Vereine und Jugendliche aus Neumünster reservieren. In der Vergangenheit nutzten die Neumünsteraner dieses Kontingent aber nicht annähernd aus. Nur rund 4300 Übernachtungen entfielen 2014 auf Neumünsteraner.

 

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