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Angeschossener Hund : Neue Hinweise im Fall "Taxi"

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Die Hinweise bei der Polizei Neumünster zum angeschossenen Hund "Taxi" häufen sich. Vor einem Jahr geriet offenbar sogar ein Mensch in die Schusslinie des Heckenschützen.

shz.de von
erstellt am 24.Mai.2013 | 02:31 Uhr

Neumünster | Der Fall um die angeschossene Hündin "Taxi" zieht weitere Kreise. Offenbar wurde an der Lötzener Straße sogar schon einmal auf einen Menschen geschossen: Bereits vor rund einem Jahr geriet dort eine Passantin nach eigener Aussage in das Visier des Heckenschützen - ohne einen Hund dabei zu haben. Neben ihr schlug damals ein Luftgewehrgeschoss in eine Hauswand ein, berichtet die Frau. Sie hat es aufgehoben und mitgenommen. "Zunächst habe ich gar nicht verstanden, was da passiert war", erzählt sie. Ihren Namen möchte sie lieber nicht in der Zeitung oder im Internet sehen - aus Angst. "Schließlich lebe ich mit meiner Familie da in der Nähe", sagt sie. Erst einige Tage nach dem Vorfall verständigte sie die Polizei. Die bestätigte am Mittwoch den Vorfall.
Bei Sandra Preuß, der Halterin der angeschossenen Hündin Taxi, meldeten sich unterdessen einige Menschen, die ähnliche Vorfälle in der Böcklersiedlung beobachtet haben wollen. Einige hätten auch tote Vögel gefunden, die offensichtlich erschossen worden waren. Polizeisprecher Rainer Wetzel sagte: "Wir gehen allen Hinweisen nach." Noch gebe es aber keine heiße Spur.
Nach Angaben von Holger Schwark, Leiter der Abteilung Ordnungsdienste der Stadt, sind derzeit 2305 Schusswaffen und wesentliche Teile davon (zum Beispiel Austauschläufe) in Neumünster registriert. Die Waffe des Heckenschützen befindet sich nicht darunter, weil Luftgewehre in der Regel frei verkauft werden. Das Führen von Luftwaffen in der Öffentlichkeit ist dagegen waffenscheinpflichtig. Aus gutem Grund, wie die schwere Verletzung der Hündin Taxi zeigt. Das Spitzkopf-Geschoss hätte auch Sandra Preuß oder ihren Sohn treffen können.

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