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Stadtteilbeiratssitzung : Neue Gebühren wurden hinterfragt

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Stadtteilbeirat Wittorf tagte / Brückenneubau erst im Jahr 2016

shz.de von
erstellt am 31.Jan.2014 | 07:45 Uhr

Auf der Sitzung des Stadtteilbeirats Wittorf am Mittwochabend im „Haus an der Stör“ war Ingo Kühl, der Chef des Technischen Betriebszentrums (TBZ), der Hauptakteur. Über 50 Wittorfer informierten sich über die neuen Gebührensatzungen für Abfall-, Abwasser- und Straßenreinigung. Kühl überraschte niemand mehr, als er von „leichten Erhöhungen“ für Straßenreinigung und Müllabfuhr sprach und von Einsparungen beim Abwasser (der Courier berichtete). Dabei waren die Zahlen, die er vorstellte, für einige Wittorfer nicht immer einsichtig.

„Ein Mehrbedarf bei der Straßenreinigung von einer Million Euro und bei der Abfallentsorgung von 1,5 Millionen im vergangenen Jahr erfordern höhere Gebühren“, so Kühl. Seine Argumentationen zu den Ursachen – wie beispielsweise veränderte Abrechnungen mit der Stadt und Personalkosten – waren nur teilweise überzeugend. Der Wittorfer Reinhold Bartelheimer machte eine ganz andere Rechnung auf: „Wir sammeln immer mehr Wertstoffe, trennen immer mehr aus dem Abfall und müssen immer mehr bezahlen. Diese Logik erschließt sich mir nicht.“ Kühl meinte, für Rückerstattungen würden die Wertstoffe nicht ausreichen. Eine möglicherweise geplante grüne Tonne für alle Haushalte führte auch in Wittorf zu Irritationen. Kühl beruhigte die Einwohner. „Wer ordnungsgemäß kompostiert, soll das auch zukünftig tun.“

Mit zwei kostenfreien Sperrmüll- Terminen im Jahr für einen Haushalt waren die Wittorfer zufrieden. Ein Mehrbedarf kostet dann 40 Euro.

Stadtteilvorsteherin Sabine Krebs verbuchte später die Einrichtung einer 30er-Zone an der Mühlenstraße als ersten Erfolg für die Sicherheit im Stadtteil. Doch das reichte den Wittorfern nicht. Sie plädierten für eine Erweiterung bereits ab der Kreuzung Altonaer Straße. Ein Zebrastreifen an der Padenstedter Landstraße sei abgelehnt, so Krebs.

Überrascht waren die Wittorfer über die Mitteilung der Stadtteilvorsteherin, dass die Erneuerung der Störbrücke an der Altonaer Straße erst 2016 in Angriff genommen wird. „Aus heutiger Sicht ist es technisch noch vertretbar, die Instandsetzung erst in 2016 auszuführen“, zitierte sie eine Mitteilung des Oberbürgermeisters. Die Bürger hoffen nun, dass die Querung an der Altonaer Straße nicht eines Tages ähnliche Berühmtheit erlangt wie es bei der Rader Hochbrücke im vergangenen Jahr der Fall war.

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