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Holsteinischer Courier

18. August 2017 | 20:27 Uhr

Wittorf : Neue Firma neben dem Milchwerk

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Am Donaubogen will sich ein großer Lebensmittelproduzent ansiedeln. Zur Erschließung der Fläche soll eine neue Straße gebaut werden.

Neumünster | Neben dem Milchtrocknungswerk im Industriegebiet Süd will sich auf einer Fläche von 12 Hektar und in einer Höhe von bis zu 50 Metern ein großer Lebensmittelproduzent niederlassen. „Die Verhandlungen sind schon sehr weit. Ich bin zuversichtlich, dass wir 2017 den Standort eröffnen können“, teilte Oberbürgermeister Dr. Olaf Tauras gestern mit. Es könnten schrittweise Arbeitsplätze bis zum dreistelligen Bereich entstehen. Der Kontakt zu dem bisher nicht namentlich genannten Unternehmen, das die Synergieeffekte zum Milchtrocknungswerk nutzen will, entstand auf direktem Weg über die Wirtschaftsagentur und deren Chefin Iris Meyer. Die war gestern für eine Stellungnahme nicht zu erreichen.

Mit einer ersten Bürgerbeteiligung in der vergangenen Woche in den Stadtteilbeiräten Wittorf und Gadeland zur vierten Änderung des Bebauungsplanes Nr. 116 sei das konkrete Planungs- und Umsetzungsverfahren nun eingeleitet, erklärte Ute Spieler, Leiterin der Stadtplanung und Stadtentwicklung. Dazu gehört auch eine neue Erschließungsstraße von der Südumgehung über die Leinestraße zur Boostedter Straße und Isarstraße. „Es gibt in dem Bereich des Industriegebiets Süd noch weitere Firmen, die sich dort gerne niederlassen möchten, deshalb ist das Anlegen der Infrastruktur für uns sehr wichtig“, so Ute Spieler. Die Stadt prüft nun auch die weiteren Voraussetzungen und Folgen der möglichen Ansiedlung, vor allem auch die Umwelteinflüsse. So werde sehr genau geschaut, ob der Harwehgraben und die Stör noch mehr Kühlwasser, das auch bei der Milchtrocknung anfällt, vertragen können. Ein Ausgleich für den Eingriff in die Natur solle nach Möglichkeit in den betroffenen Stadtteilen Gadeland und Wittorf erfolgen, sagte Ute Spieler. Dafür plädiert auch Wittorfs Stadtteilvorsteherin Sabine Krebs. Sie will sich mit ihrem Gadelander Amtskollegen Dr. Volker Mathée kurzschließen und Anfang kommenden Jahres Flächen vorschlagen.

Oberbürgermeister Tauras freut sich über das „nicht nachlassende Interesse am Standort Neumünster“. Im Industriegebiet Süd entstehe ein Schwerpunkt im Bereich der Lebensmittelindustrie. „Das zeigt, dass wir die technische Infrastruktur haben und den ländlichen Raum gut mit einbinden können“, sagte der Verwaltungschef.

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erstellt am 23.Nov.2015 | 18:10 Uhr

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