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Anbindung an Tierpark : Neue Buslinie für die Böcklersiedlung?

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Die Innenstadt soll mit dem Tierpark verbunden werden. Der Stadtteilbeirat wünscht sich Fahrten auch am Sonntag.

Neumünster | Die Böcklersiedlung bekommt mit der Überarbeitung des städtischen Linienbusverkehrs möglicherweise eine Direktanbindung an den Tierpark. Stadt und Stadtwerke denken derzeit über eine neue Buslinie 44 nach, die vom Bahnhof über die Böcklersiedlung bis zum Tierpark führen soll. Dafür soll die Linie 16, die bislang über die Gartenstadt den Tierpark ansteuerte, nur noch bis zum Hahnknüll fahren und dort wenden. Entsprechende Pläne stellte Detlev Schulz von der Stadt am Mittwochabend im Stadtteilbeirat Böcklersiedlung-Bugenhagen vor.

Während die Gartenstädter den Verlust ihrer Direktanbindung an den Tierpark im Beirat erst vor wenigen Tagen kritisiert hatten, begrüßte der Beirat Böcklersiedlung die Planungen. Auf Wohlwollen stießen im Beirat auch die Überlegungen, auch an Sonn- und Feiertagen einen regelmäßigen Busverkehr einzurichten. Das käme vor allem den älteren Menschen im Stadtteil entgegen, sagte Stadtteilvorsteher Rolf Schaks. Ratsherr Arno Jahner – selbst Neubürger in der Böcklersiedlung – kritisierte den fehlenden Unterstand für Busgäste an der neu gestalteten Haltestelle an der Breslauer Straße. Detlev Schulz versprach, die Anregungen in die weiteren Planungen über den Busverkehr mitzunehmen.

Stadtplaner Michael Köwer stellte Eckdaten zum neuen Radverkehrsentwicklungsplan vor. Weil die Böcklersiedlung fast flächendeckend Tempo-30-Zone ist, ist die Benutzung der Radwege etwa rund um den Kantplatz nicht mehr zwingend vorgeschrieben. Köwer ermunterte die Anlieger, als Fahrradfahrer die Fahrbahn zu nutzen. Verkehrsuntersuchungen würden seit Längerem belegen, dass das Fahren auf der Fahrbahn für Radler deutlich sicherer sei, weil sie von Autofahrern besser wahrgenommen würden.

Köwer zufolge legen Neumünsteraner etwa 16 Prozent ihrer alltäglichen Wege mit dem Fahrrad zurück. Etwa Dreiviertel der täglichen Wege seien aber nicht länger als fünf Kilometer. Ein besseres Radwegenetz könnte daher eine deutliche Verlagerung vom Auto- auf den Radverkehr bewirken.

Kurt Feldmann-Jäger, Stadtteilbeirat in der Gartenstadt, griff das auf und schlug die Verlängerung der Fahrradstraße Carlstraße von der Roonstraße bis zum Ring vor. „Wenn wir den Radverkehr voranbringen wollen, müssen wir auch mal etwas wagen“, begründete er seinen Vorstoß.

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