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Holsteinischer Courier

23. August 2017 | 07:03 Uhr

Aukrug : Neue Brücke wird zu teuer

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Die Gemeinde will das vorhandene Bauwerk, das über die Bünzau führt, sanieren

Aukrug | Die geplante neue Fußgängerbrücke über die Bünzau wird nicht errichtet. „Wir hätten diese Brücke gern gebaut, aber aufgrund unserer finanziellen Situation müssen wir darauf verzichten“, sagte Bürgermeister Nils Kuhnke während der jüngsten Gemeindevertretersitzung. Die Baukosten für die neue Brücke waren auf 93  600 Euro geschätzt worden. Die vorhandene Fußgängerbrücke ist stark sanierungsbedürftig. Ein Förderantrag bei der Aktivregion Mittelholstein war gescheitert.

„Ihr Antrag auf Förderung der Neuerrichtung einer Fußgängerbrücke über die Bünzau in der Gemeinde Aukrug wird vom Zuwendungsgeber als Ersatzmaßnahme bewertet und ist somit nicht förderfähig“, hatte Regionalmanager Heinz-Dieter Gröning von der Aktivregion Mittelholstein bereits am 17. September mitgeteilt.

„Wir haben uns dafür entschieden, dass wir unsere Rücklagen für dieses Bauprojekt nicht auflösen wollen“, erklärte Kuhnke, „darum wollen wir nun die vorhandene Brücke erhalten und sanieren.“ Von den 35  000 Euro, welche die Gemeinde im Haushalt 2016 für die Unterhaltung von Straßen und Wegen bereitstellt, sind 5000 Euro ausdrücklich für die marode Fußgängerbrücke über die Bünzau bestimmt.

Durch die mit zwei Gegenstimmen von der EfA (Einwohner für Aukrug) gebilligte Haushaltssatzung für 2016 werden die Einnahmen und Ausgaben im Verwaltungsetat auf je 4  666  400 Euro und im Vermögensetat auf je 1  009  300 Euro festgesetzt. „Insgesamt haben wir vielleicht keinen guten Haushalt, aber immerhin einen ausgeglichenen Haushalt“, stellte Kuhnke fest. „Schade ist aber, dass wir kaum noch Möglichkeiten für Investitionen haben.“

Aufgrund des selbstverordneten Sparkurses stehen erstmal auch keine Straßensanierungen an. Darum könne man sich nun mit der genauen Ausgestaltung der Straßenausbaubeitragssatzung ein bisschen Zeit lassen, meinte Kuhnke. Der Gemeinderat fasste den einstimmigen Grundsatzbeschluss, eine Satzung zur Erhebung von wiederkehrenden Straßenausbaubeiträgen zu erlassen. Der Bürgermeister wurde beauftragt, mit der Verwaltung einen Satzungsentwurf zu erarbeiten.

Die Planungen für die Seniorenwohnanlage „Alte Ziegelei“ liegen erstmal auf Eis. Die Pläne der Projektierungsgesellschaft PEG wurden von allen Fraktionen aus dreierlei Gründen verworfen: finanzielle Risiken für die Gemeinde Aukrug, keine schlüssige Erläuterung des angebotenen Kaufpreises sowie keine ausreichende Bau- und Ausstattungsbeschreibung. „In puncto Alte Ziegelei sind wir jetzt wieder auf dem Stand Null, denn unser gesamtes Verhältnis mit der PEG ist beendet“, erläuterte Kuhnke, „im Moment ist alles offen und nichts entschieden – nun muss die Gemeindevertretung entscheiden, was wir wollen und wie wir es machen wollen.“

Begonnen hatte die Gemeinderatssitzung mit der Mitteilung des Bürgermeisters, dass in der kommenden Woche 19 Flüchtlinge aus Afghanistan in Aukrug erwartet werden.

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