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Holsteinischer Courier

18. August 2017 | 18:50 Uhr

Neue Bauplätze werden knapp

vom

Bönebütteler Bürger fordern frühere und mehr Beteiligung bei Bauvorhaben

Bönebüttel | Eine frühe Bürgerbeteiligung und weniger Überraschungen für betroffene Anwohner forderte der Bönebütteler Torsten Felschow im Bauausschuss der Gemeinde. Nach der Aussprache und Empfehlung aus dem Ausschuss soll sich die Gemeindevertretung intensiver mit den Bebauungsplänen befassen. Hierzu soll zunächst eine Übersicht über die vorhandenen Pläne erstellt werden.

Erst vor knapp vier Wochen hatte die Gemeindevertretung im Bebauungsplan Nummer 32 im südlichen Bereich der Plöner Chaussee in Husberg die Reißleine gezogen und eine Veränderungssperre verhängt, um das Ausufern eines Bauvorhabens zu verhindern (der Courier berichtete). Jetzt beklagten sich im Bauausschuss am Dienstag die Bönebütteler Torsten Felchow und Detlef Prien über ein Bauvorhaben im Ortsteil Bönebüttel am Bönebütteler Damm. Hier habe ein Bönebütteler Unternehmer den Bau von zwei Wohnblöcken im Stil von Stadtvillen geplant. Mit je vier Wohneinheiten und einer Baukörperlänge von über 30 Metern stelle das eine erhebliche Minderung der vorhandenen Wohnqualität dar, meinte Felchow. "Keiner will einen Wohnblock vor der Terrasse seines Hauses", meinte Felschow. Das Vorhaben sei allerdings vom Kreis abgelehnt worden, informierte Bürgermeister Udo Runow (SPD). Wie Bauplaner Uwe Czierlinski sagte, sei das ursprüngliche Vorhaben zurückgezogen worden. Die aktuelle Planung sehe eine Wohnhausbebauung vor.

Ein zusätzliches Problem für die Gemeinde sind die knapper werdenden Bauplätze. Nach dem Landesentwicklungsplan können bis 2025 keine 30 neuen Wohneinheiten mehr in der Gemeinde entstehen. Das Potenzial könnte bereits mit zwei größeren Projekten erschöpft sein. Wie Udo Runow anmerkte, betreffe das allerdings nicht vorhandene Baulücken. Sollten diese zusätzlich bebaut werden, könne das die Gemeinde allerdings - wie schon einmal in der Vergangenheit geschehen - zumindest rechnerisch für kommende Zuweisungen ins Minus führen.

"Um ihr Planungsrecht wahrnehmen zu können, muss die Gemeinde Bebauungspläne erstellen und gestalten", sagte Runow. Vorauseilend bedeute das im Gegensatz zu den bisher überwiegend vorhabenbezogenen B-Plänen, die von den Nutzern bezahlt wurden, für die Gemeinde auch erst einmal die Kosten für die Pläne zu tragen. Allerdings sei eine Richtung der Planung über den vorhandenen Landschaftsplan vorhanden, merkte Bauingenieur und Gemeindevertreter Olaf Lentföhr (SPD) an.

Neben den Fragen der städtebaulichen Entwicklung in der Gemeinde ging es außerdem um Zukunftsinvestitionen und die Finanzierung anstehender Projekte. So soll nach Empfehlung aus dem Bauausschuss die energetische Sanierung am Schulgebäude mit seinem angrenzenden Wohntrakt fortgesetzt werden. Voraussetzung soll die Gewährung beantragter Zuschüsse sein. Außerdem sollen 2014 höhere Beträge für den Straßen- und Wegebau im Haushalt bereitgestellt werden.

Auch über die Zukunft der Feuerwehr muss sich die Gemeinde Gedanken machen. In wenigen Jahren steht der Kauf neuer Fahrzeuge an, die vermutlich nicht in die vorhandenen Feuerwehrgerätehäuser passen.

Außerdem wurde beschlossen, im kommenden Jahr sechs neue Hundetoiletten aus Edelstahl anzuschaffen, in denen die Abfalltüten entsorgt werden können. 3600 Euro soll die Gemeinde hierfür ausgeben.

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erstellt am 15.Aug.2013 | 03:09 Uhr

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