Nordfriedhof : Neue Akzente für das Grabmal der Familie Renck

Das Familiengrabmal (links) und der Obelisk für Heinrich Renck als letzten Vertreter der Familie (rechts) rücken durch die neue Gestaltung zusammen. Zwischen beide Grabstätten hat die Stadt den Ginkgo gepflanzt.
1 von 3
Das Familiengrabmal (links) und der Obelisk für Heinrich Renck als letzten Vertreter der Familie (rechts) rücken durch die neue Gestaltung zusammen. Zwischen beide Grabstätten hat die Stadt den Ginkgo gepflanzt.

Jetzt ist die Anlage auch gärtnerisch gestaltet. Förderverein hat schon weitere Projekte im Visier.

von
01. Juli 2015, 08:00 Uhr

Neumünster | Im November feierte der Verein zur Förderung der Grabdenkmale die gelungene Restaurierung des Grabmals der Fabrikantenfamilie Renck auf dem Nordfriedhof. Doch ein Detail stand noch aus: die gärtnerische Gestaltung der Anlage. „Jetzt ist auch dieser grüne Teil fertig“, sagte Oberbürgermeister Dr. Olaf Tauras gestern vor Ort. Die Familie Renck habe durch den Park, den sie der Stadt und ihren Bürgern vermacht hat, eine ganz besondere Bedeutung für Neumünster, machte Tauras deutlich. Auch der Nordfriedhof wachse von der ursprünglichen Begräbnisstätte immer mehr in die Rolle eines Parks und einer Ruhezone. „Das nutzen viele Menschen“, so Tauras.

Die etwa 25 000 Euro für die Sanierung des Grabmals hat der Förderverein aufgetrieben; die Grünanlagen waren jetzt Part der Stadt und schlugen nochmal mit 5000 Euro zu Buche. Die Personalkosten im Technischen Betriebszentrum sind darin nicht erfasst. Der Entwurf stammt von Janine Merkel aus dem Fachdienst Grünflächen. Ihre Idee, zwei ursprünglich getrennte Grabstätten zu einer Einheit zusammen zu fassen, wurde gut umgesetzt. Der Obelisk für Heinrich Renck rückt so gestalterisch wieder an die Grabstätte seiner Familie von 1894 heran.

Die Anlage ist durch Platten aus Wesersandstein und eine Eibenhecke, im Rücken durch Rhododendren eingefasst. Einen besonderen Akzent setzen soll ein Fächerblattbaum oder Ginkgo, sagte Heiner Feilke vom Fachdienst Grünflächen. Auch in Rencks Park steht ein Ginkgo. „Der ist der klassische Parkbaum der Gründerzeit“, sagte Feilke. Weitere Gestaltungselemente sind ein Teppich aus Elfenblumen, Spindelstrauch und Stachelnüsschen. „Die Bepflanzung bleibt niedrig und spielt mit Blüten in der Fläche“, sagte Feilke.

Das grüne Band in der Innenstadt sei ein gewaltiges Pfund für Neumünster und auch Fabrikanten wie Renck zu verdanken. Mit einem „Zeitreise-Spaziergang“ will sich Neumünsters Denkmalschützerin Christiane Wilbrandt am Sonnabend, 3. Oktober, ab 14 Uhr auf Rencks Spuren begeben. Start ist auf der Klosterinsel, Endpunkt am Nordfriedhof. Tags darauf am 4. Oktober ist auch noch ein Spaziergang mit Stadtführerin Urte Grode vorgesehen.

Der Verein zur Förderung der Grabdenkmale hat mit der Friedhofsverwaltung indes schon weitere Projekte ins Visier genommen. So soll die marode Friedhofsmauer an der Plöner Straße instand gesetzt werden. Die Stadt will sich des Erinnerungsmals für die Opfer des großen Fabrikbrands annehmen.

zur Startseite
Karte

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen