Genehmigung fehlt : Neubau von Famila am Haart verzögert sich weiter

Die Erdarbeiten für das neue Famila-Warenhaus am Haart haben vis á vis des alten Marktes begonnen, eine Genehmigung für den Hochbau liegt aber noch nicht vor.
Die Erdarbeiten für das neue Famila-Warenhaus am Haart haben vis á vis des alten Marktes begonnen, eine Genehmigung für den Hochbau liegt aber noch nicht vor.

Die geplante Eröffnung im Frühjahr wird sich wohl fast ein Jahr verzögern. Die Stadt gibt externen Ämtern die Schuld.

shz.de von
06. Januar 2015, 07:00 Uhr

Neumünster | Ursprünglich sollte bereits in diesem Frühjahr die Wiedereröffnung von Famila im Störpark gefeiert werden, doch es liegt noch nicht einmal der Grundstein. Noch immer fehlt die Baugenehmigung für das gut 5000 Quadratmeter große geplante Warenhaus mit Einkaufspassage. Nun ist fraglich, ob der Verkauf am neuen Standort überhaupt noch in diesem Jahr beginnen kann.

Anfang August vergangenen Jahres hatte die Köster-Grundstücksverwaltung im Auftrag des Bartels-Langness-Konzerns, zu dem Famila gehört, den Antrag eingereicht. Seitdem wartet man dort auf den endgültigen Bescheid. „Es fehlten Unterlagen, die von uns zügig nachgereicht wurden. Doch die schlummerten dann lange im Bauamt“, sagt Geschäftsführer Jürgen Bartram. Immer wieder habe die Verwaltung auch zusätzliche Schriftstücke und Gutachten gefordert. „Manches war sicher sinnvoll, anderes fraglich. Das läuft alles sehr schleppend“, kritisiert er.

Dieter Wirth, zuständiger Abteilungsleiter im Fachdienst Umwelt und Bauaufsicht, weiß um die Verzögerung. Allerdings liege sie nicht an der Stadt, sondern an Ämtern und Dienststellen, die im Rahmen der Baugenehmigung angehört werden müssen, sagt er: „Davon gibt es eine Handvoll, den Rest machen wir selbst.“

Immerhin: Eine erste Teilgenehmigung für Erdarbeiten liegt schon vor. Der Bau eines Wasserbeckens für die Sprinkleranlage hat begonnen und das Baufeld ist ansonsten vorbereitet. Geplant ist, im neuen Famila sämtliche bisherigen Mieter vom alten Standort auch wieder in einer angegliederten Einkaufspassage anzusiedeln. Zusätzlich soll auch eine Apotheke neu eröffnen. Insgesamt will Famila nach eigenen Angaben rund zwölf Millionen Euro investieren.

Was mit dem benachbarten ehemaligen Praktiker-Baumarkt passiert, ist laut Dieter Wirth noch unklar: „Es gibt Interessenten, aber noch keinen Antrag auf Baugenehmigung“, sagt er.

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