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Holsteinischer Courier

23. November 2017 | 06:48 Uhr

Grossenaspe : Neubau nur für Flüchtlinge

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Auf der Todtskoppel sollen zwei Häuser entstehen.

Grossenaspe | Mit der Vorstellung des Bebauungsplanes für die sogenannten Todtskoppel an der Bimöhler Straße in Großenaspe (der Courier berichtete) nimmt der Neubau zur Unterbringung von Flüchtlingen nun langsam Fahrt auf. Präsentiert wurden die Entwürfe am Donnerstag im Vorfeld zur Sitzung des Planungs- ausschusses.

Demnach werden auf dem Grundstück voraussichtlich im kommenden Jahr zwei Häuser mit jeweils zwei 85 Quadratmeter großen Wohnungen entstehen. Untergebracht werden dort nicht mehr wie zunächst geplant 24, sondern nur noch 16 Asylbewerber. „Die Belegungszahlen wurden wegen der zurzeit abnehmenden Flüchtlingszahlen deutlich nach unten korrigiert“, erklärte Bürgermeister Torsten Klinger (CDU). Das Amt Bad-Bramstedt-Land wird den Wohnraum nach Fertigstellung auch nur für drei Jahre statt wie bisher üblich für fünf Jahre anmieten.

Da es sich um ein Sondergebiet handelt, das seine Genehmigung ausschließlich für die Unterbringung von Asylbewerbern erhält, müsste das Gebiet nach Ablauf des Mietvertrages mit dem Amt durch die Gemeindevertretung anders genutzt werden. An diesem Umstand machte Anne Stracke, als direkte Nachbarin, denn auch ihre Kritik fest. „Man bekommt jetzt fast den Eindruck, dass die Situation der Flüchtlinge ausgenutzt wird, um eine Bebauung außerhalb der Ortsgrenze möglich zu machen“, sagte sie. Als Alternative könne sie sich dagegen die zurückgenommenen Grundstücke im Bereich Diekstücken vorstellen. Zudem sei es aufgrund der rückläufigen Flüchtlingszahlen fraglich, ob diese Häuser überhaupt benötigt würden, sagte sie.

Dem entgegnete Torsten Klinger, dass der private Wohnraum in der Gemeinde erschöpft sei. „Wir können die Entwicklungen zurzeit nicht einschätzen. Aber wir hätten schon bei 20 weiteren Personen Schwierigkeiten, diese unterzubringen. Das ist jetzt eine missliche Situation. Dennoch müssen wir uns vorbereiten“, erklärte er.

Letztlich wurden die notwendigen Beschlüsse zur Änderung des Flächennutzungsplanes sowie auch
des Bebauungsplanes mit mehrheitlichem Votum gefasst. Damit geht das Verfahren jetzt in die nächste
Runde. 



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