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Holsteinischer Courier

23. August 2017 | 04:54 Uhr

Boostedt : Neubau für Gefangene in Moltsfelde

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Der offene Vollzugsanstalt braucht ein neues Gebäude mit 30 Haftplätzen und eine Werkhalle. Die Erstaufnahme für Flüchtlinge hat jetzt eine Adresse.

Boostedt | Die Gefangenen auf dem Landesgut Moltsfelde sollen neue Unterkünfte und eine Werkhalle erhalten. Darüber informierten die Leiterin der Justizvollzugsanstalt (JVA) Neumünster, Yvonne Radetzki, und Gereon Finger vom Gebäudemanagement Schleswig-Holstein den Bauausschuss in Boostedt am Montagabend. Das Gebäude sei so marode, dass eine Sanierung nicht sinnvoll erscheine, erklärte Finger. Zurzeit gibt es in der zur JVA Neumünster gehörenden offenen Vollzugsanstalt 22 Haftplätze. „Die entsprechen nicht mehr den aktuellen Standards“, so Yvonne Radetzki. Acht Haftplätze von ehemals 30 mussten bereits aufgrund des schlechten Gebäudezustands geschlossen werden. Im Neubau ist wieder die Unterbringung von 30 Straffälligen geplant. Der zusätzliche Bau einer Werkhalle ermögliche es der JVA außerdem, Unternehmeranfragen zu berücksichtigen.

Gereon Finger betonte, dass es sich bei der Präsentation nicht um eine Bauvoranfrage handle, die wird vermutlich im April beim Amt eingereicht. Bezugsfertig soll der Bau dann 2017 sein. Dabei werde sich der Neubau an den bestehenden Gebäuden orientieren. Die Gefangenen im offenen Vollzug in Moltsfelde – nicht zu verwechseln mit der Jugendarrestanstalt – arbeiten vor Ort in der Landwirtschaft, betreiben Landschaftsbau und produzieren Kaminholz. Moltsfelde liegt zwischen Boostedt und Neumünster an der Kreisstraße 111 und gehört zur Gemarkung Boostedt.

Einstimmig angenommen haben die Ausschussmitglieder eine Empfehlung an den Gemeinderat, Teilflächen der Rantzau-Kaserne als Erstaufnahmeeinrichtung des Landesamts für Ausländerangelegenheiten zu nutzen. Damit hat der Ausschuss einer Abweichung vom Baugesetz zugestimmt – unter der Voraussetzung, dass die Höchstbelegung 500 Flüchtlinge nicht überschreitet und nach fünf Jahren bei der Gemeinde ein neuer Antrag gestellt wird.

Die Erstaufnahme hat zukünftig eine eigene Hausnummer – und zwar ist es die Neumünsterstraße 110.

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erstellt am 11.Mär.2015 | 06:30 Uhr

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