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Flüchtlinge : Netzwerkerin für die Integration

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Eilean Layden leitet die Koordinierungsstelle Integration . Eine Aufgabe ist die interkulturelle Öffnung der Verwaltung.

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erstellt am 24.Sep.2015 | 09:00 Uhr

Neumünster | 13  000 Neumünsteraner haben laut Zensus einen sogenannten Migrationshintergrund, also ausländische Wurzeln. Das sind 17 Prozent der Einwohner. Die Bewohner der zentralen Aufnahmestelle am Haart sind dabei gar nicht eingerechnet. Das beschert Eilean Layden (31) ein großes Betätigungsfeld. Die Koordinatorin für Integration in der Stadt und übernimmt nun als zusätzliche Aufgabe nun auch noch die Steuerung der ehrenamtlichen Unterstützung von Flüchtlingen.

Die studierte Islamwissenschaftlerin trat zum 1. Juli die Nachfolge von Udo Gerigk an und arbeitete zuvor für den Awo-Landesverband. „Ich habe dort im Teilhabeprojekt für Menschen mit Migrationshintergrund gearbeitet und ein landesweites Netzwerk knüpfen können, was mir jetzt zu Gute kommt“, sagt Eilean Layden. Ihr Name deutet auf den eigenen Migrationshintergrund hin: Ihr Vater ist Schotte, die Mutter stammt aus Nordfriesland. Geboren wurde Eilean Layden in Teheran, heute lebt sie in Kiel – und lernt Neumünster jetzt nach vorangegangenen beruflichen Erfahrungen neu kennen.

„Ich war privat schon beim Kunstflecken und auf der Weinköste. In Neumünster läuft ganz viel“, sagt sie. Von der TV-Reportageserie über die Stadt im NDR hat sie drei Folgen gesehen und sagt: „Das war etwas zu sehr an Defiziten orientiert. Neumünster hat Chancen.“

Ein ganz wichtiges Aufgabenfeld neben der interkulturellen Öffnung der Stadtverwaltung ist das Integrationskonzept. Der Entwurf steht und muss jetzt von den politischen Gremien, letztlich also der Ratsversammlung beschlossen werden. „Das Konzept hat sich die Stadt nicht allein ausgedacht. Es gab ganz viele Beteiligte vom Jobcenter über das Quartiersmanagement im Vicelinviertel bis zum Forum der Vielfalt“, sagt Eilean Layden. Die Themen reichen dabei vom Wohnen in der Stadt, über die Stichworte Bildung und Arbeit, Gesundheit und Alter bis hin zu Rassismus. Aus aktuellem Anlass wurde auch die Flüchtlingsthematik aufgenommen.

„Das ist eine große Querschnittsaufgabe, die viele Bereiche der Verwaltung und der Gesellschaft berührt. Ich bin auch Ansprechpartnerin nach außen, etwa für Migranten-Organisationen, Wohlfahrtsverbände, Schulen, Kitas, Sportvereine oder die Wirtschaft“, sagt Eilean Layden. Aktuell und noch bis Freitag läuft die Interkulturelle Woche, die diesmal weitgehend ehrenamtlich ohne städtischen Koordinierung organisiert wurde.

 

 

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