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23. Oktober 2017 | 17:28 Uhr

NBN streicht den Silvesterball

vom

Die neue Theatersaison steht / Am 4. Oktober hebt sich der erste Vorhang / Zwei Veränderungen sind aus Kostengründen nötig geworden

shz.de von
erstellt am 10.Aug.2013 | 05:59 Uhr

Neumünster | Manchmal muss man sich von lieb gewonnenen Dingen trennen, dachte man sich im Vorstand der Niederdeutsche Bühne (NBN) und traf schweren Herzens zwei Entscheidungen: Ab sofort wird es keinen Silvesterball mehr geben. Und die Sonnabend-Vorstellungen finden ab Oktober nicht mehr im Theater in der Stadthalle statt, sondern im heimischen Studiotheater an der Klosterstraße. Das gaben NBN-Leiter Jörgen Oerter und seine Vorstandskolleginnen Ursula Kühl und Ursel Schmidt bei der Vorstellung des neuen Programms bekannt.

Besonders der Verzicht auf den Silvesterball fiel den NBN-Leuten schwer. "Den gab es über 30 Jahre, und früher war er schon im Sommer ausverkauft. Aber die Zeiten haben sich geändert; im vergangenen Jahr hatten wir noch rund 200 Gäste", sagte Oerter. Das finanzielle Risiko sei für den NBN-Verein einfach zu groß geworden. Die Silvesterpremiere werde es aber weiterhin geben.

Die sechs Stücke, die die NBN auch in dieser Saison wieder aufführen wird, werden künftig nur noch donnerstags und freitags in der Stadthalle zu sehen sein, alle anderen Aufführungen im NBN-Studio. Auch hier ist das liebe Geld der Hintergrund: Die Miete für das große Theater überstieg zuletzt immer öfter die Mehreinnahmen durch die zusätzlichen Plätze. "Wir wünschen uns, dass unsere Abonnenten das mittragen. Donnerstags und freitags können wir noch ausreichend Plätze anbieten", sagte Oerter.

Für die 91. Spielzeit hat Jörgen Oerter ein buntes Programm zusammengestellt. Der erste Vorhang hebt sich am 4. Oktober mit dem humoristischen Krimi "Amaretto" von Ingo Sax. Hier spielt Waltraut Brommann mit, die große Dame des Neumünsteraner Theaters. In der Saison wird es auf der Bühne überwiegend heiter zugehen, aber traditionell ist auch wieder ein besonderes Stück im Spielplan: das Drama "De Panther" von Felix Mitterer (im Februar). Oerter: "Ein traumhafter Stoff, aber auch ein Wagnis, denn hier geht es um das Thema Demenz." Drei Profi-Regisseure und drei eigene Leute sind in der Saison am Start. Und die Sonderveranstaltungen wie die weihnachtlichen Lesungen und "To Besöök bi de Nedderdütschen" bleiben auch im Spielplan.

Die Kartenpreise bleiben stabil: Sie liegen zwischen 9 und 12 Euro. Wünsche für Abos werden unter Tel. 2 52 80 29 von Marina Juds bearbeitet. Der Vorverkauf für einzelne Stücke startet jeweils rechtzeitig.

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