Biotop Moorweg : Naturschutzbund lobt den Eingriff

Die kanadische Goldrute verdrängt durch ihre explosionsartige Verbreitung in dem Biotop Moorweg die heimischen Pflanzen. Deshalb hat die Stadt das Gebiet mit Baggern umgepflügt.
Die kanadische Goldrute verdrängt durch ihre explosionsartige Verbreitung in dem Biotop Moorweg die heimischen Pflanzen. Deshalb hat die Stadt das Gebiet mit Baggern umgepflügt.

Die Naturschützer loben den Bagger-Einsatz als „ersten Schritt zur Rettung“ des Biotops. Kanadische Goldrute und Nordamerikanische Staudenlupine werden verdrängt.

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26. März 2014, 05:00 Uhr

Neumünster | Zum von vielen Bürgern kritisierten Bagger-Einsatz im Biotop am Moorweg (der Courier berichtete) hat sich nun auch der Naturschutzbund aus Neumünster zu Wort gemeldet. Die Naturschützer unterstützen die Aktion.

„In den vergangenen Jahren haben sich in Teilbereichen der ehemaligen Sandgrube am Moorweg sowohl Kanadische Goldrute als auch Nordamerikanische Staudenlupine sehr stark ausgebreitet. Bei diesen beiden Arten handelt es sich um um nicht heimische Pflanzenarten, die sich auf Kosten der heimischen Flora stellenweise massiv und aggressiv ausbreiten“, heißt es in einer Stellungnahme des Vereins.

Auch im Bereich der Sandgrube sei die vormals artenreiche Vegetation mehr und mehr vor allem von der hochwüchsigen Goldrute überwuchert und schließlich bereits stellenweise ganz verdrängt worden. Laut Naturschutzgesetz bestehe in derartigen Fällen für die zuständigen Behörden sogar die ausdrückliche Verpflichtung zum Eingreifen, erklärt der Verein. Nur auf den ersten Blick wirke der Einsatz „brachial“. Doch der Natur werde dadurch gleich auf zweifache Weise geholfen: Die wuchernden Neophyten wurden zumindest in Teilbereichen zurück gedrängt und es entstanden neue offene Flächen aus magerem Sand, die in den kommenden Jahren wieder einer Vielzahl von Arten blütenreicher Mager- und Trockenrasen einen Lebensraum bieten werden.

„Der als ,massiver Eingriff in ein Biotop‘ kritisierte Baggereinsatz ist – auch wenn dies zunächst widersprüchlich erscheinen mag – zumindest ein erster Schritt zur Rettung eben dieses Biotopes“, stellt der Verband klar.

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