zur Navigation springen

Das Buch als Zeitvertreib : Nasskalter Juli: Bücherei verzeichnete mehr Leser

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Die Stadtbücherei zeigt sich bislang mit dem Sommer zufrieden. Belletristik und Hörspiele sind im Fokus. Internetangebot wird immer häufiger genutzt.

Neumünster | Die Stadtbücherei bleibt auch im Sommer eine wichtige Anlaufstelle für die Neumünsteraner. Gut 35 000 Ausleihen und Verlängerungen von bereits ausgeliehenen Medien verzeichnete die Stadtbücherei im Juli. Hinzu kamen 1264 Ausleihen über die Internetpräsenz „Onleihe zwischen den Meeren“ – so viele wie nie zuvor. Das seit 2013 bestehende Online-Angebot wird immer besser angenommen: Im August könnte die Juli-Zahl der ausgeliehenen Medien über die Internet-Bibliothek sogar noch übertroffen werden.

Naturgemäß gehen die Zahlen im Sommer zurück, besonders in den Ferien. Mit den gut 36 000 Ausleihen im Juli hat die Stadtbücherei das Niveau des Vorjahres allerdings in etwa gehalten. Damit liegt die Stadtbücherei im Trend. Festzustellen bleibt, dass vor allem Kinder immer weniger lesen. Dennoch ist Dr. Klaus Fahrner, Leiter der Stadtbücherei, nicht unzufrieden: „Der Juli ist immer einer der schwächsten Monate. Die Zahl der Ausleihen ist weniger gesunken als erwartet.“ Das dürfte vor allem am nasskalten Wetter liegen.

Außerdem holten sich im Juli auch 132 ganz neue Leser zum ersten Mal einen Leseausweis. Das sind ungewöhnlich viele: Selbst im Januar waren es 15 Anmeldungen weniger. Dazu könnte der Ferien-Leseclub beigetragen haben, der Kinder und Jugendliche in den Ferien zum Lesen anregte (der Courier berichtete). 91 junge Leser haben bisher teilgenommen.

Die Besucherzahlen zeigen dagegen deutlich, dass die Neumünsteraner in den dunklen Jahreszeiten mehr lesen. Während im Januar durchschnittlich 600 Besucher pro Tage in die Stadtbücherei strömen, sind es im Juli 450.

Zum Ferienanfang kommen viele Kinder und Erwachsene, um sich für den Urlaub auszustatten. „Es werden in diesem Jahr weniger Sachbücher und Lernhilfen, dafür mehr Belletristik, Filme und Hörbücher ausgeliehen“, berichtet Angelika Rust, Leiterin der Jugendbücherei. Besonders beliebt sei derzeit die Jugendbuchreihe „Selection“. Mitten in den Ferien ist in der Bücherei dann traditionell weniger los. Zum Schuljahresanfang wird wieder häufiger zu Sachbüchern gegriffen.

Musik wird in den Sommerferien kaum ausgeliehen. „CDs nimmt keiner mit in den Urlaub. Und die Jugend hat inzwischen ohnehin andere Quellen“, erklärt Andreas Dreibrodt, Bibliothekar im Musikbereich. Die Sommerferien werden daher genutzt, um den Bestand zu überprüfen und auszutauschen.

 

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen