Tierpark : Nasenbären stehen auf Marmelade

Zuwachs bei den Nasenbären: Zum Fototermin ließen sich die possierlichen Raubtiere mit den langen Nasen zur Marmelade aufs Klettergerüst locken.
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Zuwachs bei den Nasenbären: Zum Fototermin ließen sich die possierlichen Raubtiere mit den langen Nasen zur Marmelade aufs Klettergerüst locken.

Pauline, Otto Carl I. und Zonta heißen die neuen Artgenossen für Schnuffi und Stella / Sie haben bereits neue Paten

shz.de von
23. Januar 2015, 07:30 Uhr

Neumünster | Mit ihren langen Nasen sind sie einfach drollig anzusehen und erfreuen durch ihr putziges Miteinander: Pauline (1), Otto Carl I. (1) und Zonta (2) heißen die drei neuen Artgenossen von Schnuffi (4) und Stella (2) – und sie haben bereits menschliche Paten. Gestern stellten Verena Kaspari, zoologische Leiterin des Tierparks, und Verwaltungschefin Viola Effenberger Tiere und Paten vor.

Das Trio kommt aus dem niederländischen „Dierenpark Zie-Zoö“ – im Tausch gegen fünf Neumünsteraner Murmeltiere. „Zonta und Pauline sind echte Wirbelwinde“, sagt Verena Kaspari. Die Neulinge wurden eineinhalb Wochen lang an die neue Umgebung gewöhnt. Durch ein „Schmusegitter“ konnten sie Schnuffi und Stella riechen, sehen, aber nicht greifen. Die bisherigen Nasenbären kamen aus schlechter Haltung: „Sie waren verhaltensauffällig, schreckhaft und nicht nasenbärig“, sagt die zoologische Leiterin. Dann kam der große Moment – Rudelzusammenführung. „Nasenbären sind Raubtiere, es ist üblich, dass es auch mal Zoff gibt. Ein paar Haarbüschel sind schon geflogen. Aber für Bären ist das doch ziemlich harmonisch abgelaufen“, berichtet Verena Kaspari.

Paten sind Privatpersonen und eine Firma: Nasenbär Zonta wurde nach dem Zonta-Club getauft, deren Präsidentin Susanne Pfuhlmann-Riggert vor Ort war. Paulines Pate ist die Firma Fressnapf an der Freesenburg; Fililalleiterin Angie Pfützenreuter ging beim Fototermin auf (vorsichtige) Tuchfühlung. Bei einem Spaziergang hatte Marcel May (12) aus Bordesholm die Nasenbären bewundert und spontan entschieden: „Der muss Otto Carl I. heißen, der ist dann adelig“, erzählte seine Mutter Heike May lachend. Eine Firmenpatenschaft wie bei Fressnapf ist mit der Spende von 1000 Euro verbunden; außerdem kooperiert der Tierpark seit längerem mit dieser Firma und erhält nicht mehr Verkäufliches wie eingerissene Tüten Streu, Spielzeug, Beschäftigungsmaterial oder Futter. Eine private Patenschaft kostet 40 Euro jährlich, eine Namenspatenschaft 50 Euro einmalig zusätzlich.

Rund 200 Paten gibt es; beliebte Patentiere sind Pinguine, Wölfe, aber auch Waschbären und Schnee-Eulen. Alle Patenschaften sollen im Eingangsbereich hinter dem Zoo-Shop mit neuen Schildern präsentiert werden, die von der Firma ID-Label wetterbeständig angefertigt werden – mit Namen der Paten und Fotos der Patentiere.

Um die herumflitzenden Kerlchen zum Fototermin zu locken, kleckste Verena Kaspari süße Marmelade aufs Klettergerüst. Die Paten waren entzückt: Neugierig kamen die Bären näher, der Marmelade konnte vor allem Stella nicht widerstehen. Nasenbär-Jüngling Carl Otto I., der laut Kaspari zurzeit noch „einen schweren Stand bei den Weibchen“ hat, nutzte die Verfressenheit: Er kletterte auf Stella, ging auf Tuchfühlung und machte „Trockenübungen“. „Er ist erst ein Jahr alt. Da kann er eigentlich noch keinen Nachwuchs zeugen. Vielleicht kommt das im nächsten Jahr“, sagte Verena Kaspari schmunzelnd.

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