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Karnevals-Auftakt : Narren zerschossen die Rathaustür

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

300 Karnevalisten zogen gestern von der Kieler Straße über den Großflecken zum Rathaus.

Neumünster | Die Narren sind los! In einem bunten Zug zogen gestern Vormittag rund 300 Karnevalisten von der Kieler Straße über den Großflecken zum Rathaus. Flankiert von vielen Passanten fuhren die Tollitäten des Carnevals-Clubs Stadtgarde, der Karnevalsgesellschaft Nyge-Münster, der Karnevalsgesellschaft Wittorf und des Damen-Elferrats erstmalig in einem Wagen durch die Stadt.

Bei lauter Musik aus Lautsprechern und fröhlichen „Helau“-Rufen verteilten die Jecken vom Autoanhänger aus Kuscheltiere und warfen Bonbons in die Menge. „Wir wollten etwas Neues machen und finden, ein Umzug gehört zum Karneval dazu“, erklärte Karsten Rüchel, der Präsident der Stadtgarde.

Pünktlich um 11 Uhr 11 begehrten die Narren Einlass ins Rathaus. Wie es die Spielregeln verlangen, schossen sie mit Luftdruck aus einer Kanone einen alten Lumpen auf die Tür – nur splitterte dieses Mal das Glas. Verletzt wurde aber zum Glück niemand.

In ihren prächtigen Uniformen zogen die vier Karnevalsvereine sowie der Gastverein aus Büsum (Kreis Dithmarschen) unter lautem Beifall und bei bester Stimmung ins Foyer des Verwaltungsgebäudes ein. Dort mussten die Stadtchefs ihre Macht bis zum Aschermittwoch abgeben. Symbolisch reichten Oberbürgermeister Dr. Olaf Tauras und Stadtpräsidentin Anna-Katharina Schättiger die Stadtkasse, den Stadtschlüssel sowie die Amtskette an die Narren weiter.

„Karneval ist für mich der Beginn der fünften Jahreszeit“, sagte Anna-Katharina Schättiger, die seit dem Wochenende Ehrenmitglied der Nyge-Münster ist. Statt des rotweißen Schals trug die Stadtpräsidentin ihre Amtskette. Als Dank für die Insignien der Macht überreichten die Vereine symbolische Schecks für gemeinnützige Einrichtungen. Dann durften sich die Tanzmariechen und Gardetänzer bei Showeinlagen präsentieren.

„Ich bin seit zwölf Jahren dabei“, sagte Lisa-Marie Hagenmüller (21) von der Stadtgarde. „Die Leute sind fröhlich, man kommt viel rum – es macht einfach Spaß“, erklärte die Bäckereiangestellte begeistert.

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