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Sturm auf das Rathaus : Narren-Kanone ging nicht los

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Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Mit Muskelkraft drangen die vier Karnevalsvereine der Stadt am Sonnabend ins Rathaus ein und schnappten sich die Stadtinsignien.

shz.de von
erstellt am 13.Nov.2017 | 10:00 Uhr

Neumünster | Halb zog man sie, halb sank sie hin: Allzu viel Mühe hatten die Narren am Sonnabend nicht damit, die Stadtpräsidentin in Gewahrsam zu nehmen und damit die fünfte Jahreszeit einzuläuten. Bereitwillig machte Anna-Katharina Schättiger den traditionsreichen Spaß mit und übergab am 11. November während der Feier im Rathausfoyer symbolisch die Insignien ihres Amtes.

Der Rathaussturm der vier Karnevalsgesellschaften der Stadt – Neumünsters erster Damenelferrat, Nyge Münster, Carneval-Club Stadtgarde (CCS) und die Karnevalsgesellschaft (KG) Wittorf – war wieder ein buntes Spektakel, das sich zahlreiche Schaulustige nicht entgehen ließen.

Für etwa 20 Minuten legten die Tollitäten, Traditionsfiguren und Garden in ihren schicken Ornaten aber zunächst die Innenstadt lahm, als sie in einem großen Zug von der Holsten-Galerie über den Großflecken zum Sitz der Stadtverwaltung marschierten. Angeführt wurde die lange Schlange vom Mädchen-Musikzug Neumünster.

Die KG Wittorf, die mittlerweile ihre 70. Session feiert, hat in diesem Jahr den Rathaussturm ausgerichtet. Zwar funktionierte wegen des Regens die selbstgebastelte „Kanone“ nicht, mit der sich die Narren den Weg durch die Rathaustür jährlich frei „schießen“. „Aber der vereinten Kraft der Neumünsteraner Vereine hatte die Stadtpräsidentin nicht viel entgegenzusetzen“, erklärte Doris Voigt, Präsidentin der Wittorfer. In gutem Brauch tauschten die Vereine feierlich die symbolischen Insignien gegen wohltätige Spenden. Die Narren aus Wittorf gaben für den Stadtschlüssel dem Förderverein der Fröbelschule eine Finanzspritze.

Weil die Nyge Münster sich die Stadtkasse schnappte, unterstützte sie im Gegenzug die Kinderstation des Friedrich-Ebert-Krankenhauses. Der Damenelferrat half für das Stadtwappen dem Kinderschutzbund, und der CCS spendete an den Bunten Kreis.

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