Tarifverhandlungen : Nächtlicher Warnstreik bei Danfoss

Pünktlich zum Ende der Friedenspflicht traten erstmals rund 60 Kollegen der Nachtschicht bei Danfoss am Mittwoch um Mitternacht in einen einstündigen Warnstreik vor dem Betriebsgelände.
Foto:
1 von 2
Pünktlich zum Ende der Friedenspflicht traten erstmals rund 60 Kollegen der Nachtschicht bei Danfoss am Mittwoch um Mitternacht in einen einstündigen Warnstreik vor dem Betriebsgelände.

IG Metall lehnt Arbeitgeberangebot ab / Angepeilt werden 5,5 Prozent mehr Gehalt und eine Alters- und Bildungsteilzeit-Regelung

shz.de von
30. Januar 2015, 05:30 Uhr

Neumünster | Mit dem Ende der Friedenspflicht in der Metall- und Elektroindustrie startete die IG Metall in der Nacht zu Donnerstag die ersten Warnstreiks. Zum Auftakt legten dazu pünktlich um Mitternacht rund 60 Kollegen bei Danfoss Power Solutions am Krokamp die Arbeit für eine Stunde nieder.

Grund für die Warnstreiks ist das am Mittwoch vom Arbeitgeberverband Nordmetall vorgelegte Angebot, das eine Lohnsteigerung um 2,2 Prozent sowie eine nur noch eingeschränkte Altersteilzeitregelung (nur für Schwerkranke) vorsieht. Abgelehnt werden darin Regelungen zur Bildungsteilzeit.

„Das Angebot ist in keinem der Punkte akzeptabel. Die Konjunktur zieht deutlich an. Wir werden für 5,5 Prozent mehr Geld sowie eine vernünftige Regelung zur Alters- und Bildungsteilzeit kämpfen“, sagte Peter Seeger, Geschäftsführer der IG Metall Kiel-Neumünster, auf der kurzen Kundgebung. „Auch bei Danfoss ist diese Steigerung möglich. Und ich freue mich, dass ihr das genauso seht“, ergänzte dazu der Betriebsratsvorsitzende Jochen Tombarge vor seinen Kollegen.

Ebenfalls zur Kundgebung gekommen war Daniel Friedrich, der als Tarifsekretär der IG Metall Küste an den Verhandlungen mit dem Arbeitgeberverband teilnimmt. „Hier geht es um eine Machtfrage. Wir wollen einen angemessenen Abschluss und wissen, dass die Kollegen hinter uns stehen. Deshalb werden weitere Warnstreiks entlang der Küste folgen, und wir bereiten uns auch auf einen Arbeitskampf vor “, erklärte er.

Die zweite Verhandlungsrunde der Branche ist jetzt für den 12. Februar angesetzt.

zur Startseite
Karte

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen