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Naturschutz : Nachwuchspflege für Lachs und Meerforelle

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Kreissportfischer waren an Schwale und Stör im Einsatz

Neumünster | Echte Sportfischer lassen sich auch von Eis und Kälte nicht schrecken: Ausgerechnet im einsetzenden Winter bei dichtem Schneetreiben stießen am Sonntagvormittag die Mitglieder der „Arge Stör Bramau“ an der Wittorfer Burg in Faldera in die eiskalten Fluten von Stör und Schwale vor, um Jagd auf Lachs, Meer- und Bachforelle zu machen.

Das taten sie allerdings nicht, um den Fisch zu Hause in die Pfanne zu hauen, sondern um den Bestand der Gattungen in unseren Gewässern langfristig zu sichern. Seit mehr als 30 Jahren widmet sich die Arbeitsgemeinschaft, unterstützt von zahlreichen Kreisverbänden und dem Landesverband der Sportfischer, der Aufgabe, die heimischen Arten auch im oberen Lauf der Stör und ihren Zuflüssen zu sichern – oder sie wieder anzusiedeln. Trotz zahlreicher Renaturierungsmaßnahmen seien die Lebensbedingungen für die Fische noch nicht überall wieder optimal, „deshalb versuchen wir nachzuhelfen“, erklärte der freiwillige Helfer Christian Behrmann einigen interessierten Spaziergängern.

Mit speziellen Elektrokeschern werden Lachs und Forelle dabei im Wasser betäubt und von den Experten in spezielle Transportboxen auf ihrem Kunstoffboot verladen. Die Fachleute streifen dann den Laich ab und entlassen die Fische wieder in die Freiheit. Der Stromschlag betäubt die Fische kurzzeitig, fügt ihnen aber keinen Schaden zu. Kleinere Tiere, die noch zu jung sind, kommen mit in das Bruthaus der Arge. Dort wird auch der Laich künstlich befruchtet und die Brut herangezogen. Sie wird im Frühjahr in den Gewässern ausgesetzt – in der Hoffnung, dass möglichst viele Fische groß werden.

Winterspaziergänger, die das Treiben der Arge-Helfer an der Wittorfer Burg vom Ufer aus verfolgten, staunten nicht schlecht, als Christian Behrmanns Kollege Hartwig Hahn eine erwachsene Meerforelle aus der Transportbox hob. Die ausgewachsene Forelle brachte es locker auf über 80 Zentimeter Länge.

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erstellt am 23.Nov.2015 | 17:50 Uhr

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