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Jugendverband : Nachwuchs-Betreuer im Praxistest

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Jungen Menschen wird im Feriencamp das Rüstzeug für die Jugendarbeit vermittelt. Neben Spiel und Spaß gibt es auch Pflichten.

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erstellt am 04.Aug.2017 | 07:33 Uhr

Neumünster | Die Praxis schlägt jede Theorie – davon sind die Mitarbeiter des Jugendverbands (JVN) an der Boostedter Straße überzeugt. Aus diesem Grund verbringen 72 Kinder und 18 Betreuer des JVN eine gemeinsame Woche im Feriencamp Neukirchen bei Malente (Kreis Ostholstein).

„Wir möchten in diesem Camp junge Nachwuchs-Betreuer in der Praxis ausbilden und begleiten. Es ist etwas anderes, in der Theorie über Jugendarbeit zu sprechen, als selbst zu erfahren, mit welchem Handwerkszeug man Kindern eine gute Zeit und Spaß in einem Zeltlager ermöglicht“, sagt Bildungsreferent Marco Maibaum. Auch Dietrich Mohr ist von dem Konzept überzeugt: „Hier wird tolle Arbeit geleistet. Junge Menschen können von erfahrenen Profis lernen, die Kinder haben hochmotivierte Betreuer, und jeder kommt zu seinem Recht. Das macht mich sehr stolz“, sagt der JVN-Vorsitzende.

Am Ankunftstag wurden die Teilnehmer zunächst auf die verschiedenen Zelte verteilt. Die Kinder sind zu sechst in einem Zelt, und jede Gruppe hat einen hauptverantwortlichen Betreuer. Der Tagesablauf ist klar strukturiert. Um 7 Uhr werden die Kinder geweckt. Danach geht es dann um 8 Uhr zum Frühstück.

Nach dem Mittagessen um 12 Uhr gibt es eine Mittagspause unter dem Motto „Langsam und leise“ und viel Spiel, Spaß und Action am Nachmittag. Das Programm wird mit den Kindern zusammen gestaltet und abgesprochen. „Wir haben schon eine Schnitzeljagd gemacht, und als Überraschung gab es eine Nachtwanderung“, erzählt die zwölfjährige Alea.

Nach dem Abendbrot lassen alle Teilnehmer den Tag gemeinsam ausklingen. Die Betreuer bieten verschiedene Kurse an, für die die Kinder sich frei anmelden können. Von Sportangeboten, Kreisspielen und Trampolinspringen bis zum gemeinsamen Musizieren und Tanzen ist alles dabei.

Aber es gibt auch Pflichten, die die Kinder übernehmen müssen. So werden die Tische selbst gedeckt, und einmal am Tag muss eine Gruppe den Platzdienst übernehmen. Dann werden zusammen die Platten und der Essenssaal gefegt.

Auch schwierige Situationen werden gemeinsam gemeistert. „Wenn ich Heimweh habe, muntern mich unsere Betreuer auf, und dann geht es mir schon besser“, sagt Tabita (11).

Auch Bildungsreferent Marco Maibaum ist dieses Problem nicht fremd: „Mit unserem Konzept wollen wir die Betreuer behutsam befähigen, daran zu wachsen. Wir besprechen die verschiedenen Situationen und suchen gemeinsam nach Lösungen“.

 

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