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Holsteinischer Courier

23. Oktober 2017 | 23:39 Uhr

Nachts im Museum schleichen die Diebe

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Museobil-Box-Aktion: Vier Nachwuchsautoren dachten sich Krimis rund um Objekte im Tuch+Technik aus

Es gab zwar keinen Mord und Totschlag, wie Museumspädagogin Karin Ruhmöller erleichtert anmerkte. Aber nächtliche Diebstähle, professionelle Spurensucher und kreative Handlungsfäden gehörten zu allen vier Museumskrimis, die gestern Nachmittag im Rahmen der Museobil-Box-Aktion im Museum Tuch+Technik vorgestellt wurden.

Vier junge Nachwuchsautorinnen hatten bei dem gemeinsamen Projekt des Museums, des Projekthauses und des Kinderkulturbüros aus Kiel unter der Anleitung der Autorin und Dozentin für kreatives Schreiben, Anette Schwohl aus Neumünster, ihren persönlichen Krimi geschrieben. Jede hatte sich ein Objekt aus dem Museum ausgesucht, um das sich die Geschichte ranken sollten. Als Betreuer standen auch Erzieherin Petra Kuhlmann vom Projekthaus und Aygül Kilic, angehende Sozialpädagogische Assistentin und Projekthaus-Praktikantin, den Schreiberinnen zur Seite. Nachdem die Geschichten fertig waren, wurden Stabfiguren gebastelt, mit denen die Handlung vorgespielt wurde. Die Zuhörer wanderten durch das Museum zu den jeweiligen Objekten, neben denen die Boxen aufgestellt waren.

Eine Woche lang hatte das Quartett die grauen Zellen rauchen lassen. „Am schwierigsten war es, einen Anfang zu finden“, sagte Yana Mix (9). Sie hatte sich den Raub der Brautlade ausgedacht, bei dem sich ein schattenhafter Dieb ins Museum schleicht und die Brautlade stiehlt. Die Zuhörer erfuhren, dass die Lade auch Minnekästchen genannt wird – denn in ihm hinterlässt ein Mann seiner Frau wertvolle Dinge, damit sie nach seinem Tod versorgt ist. Die gestohlene Lade tauchte nach dem Einsatz des berühmten Detektivs Hudenlubel und seiner Frau Suly wieder auf.

Zwei Krimis drehten sich um die Nissenhütte – bei Angelina Baum (9) unter dem Titel „Nachts im Museum“ wollte ein Herr Braun Teile der angeblich wertvollen Hütte stehlen, bei Laura Cochems (10) spielte ein goldener Löffel eine wichtige Rolle – und sie ließ die Zuhörer rätseln, wie die Fingerabdrücke der Bestohlenen auf den Löffel kamen. Bei Janika Biedermann (9) wurde ein wertvoller Klingelzug gestohlen. „Den konnten sich früher nur betuchte Menschen leisten, um nach ihren Dienern zu klingeln“, erzählte Anette Schwohl.

Es war die zehnte Museobil-Box-Aktion im Museum. „Das wird vom Bundesfamilienministerium gefördert. Bisher haben wir genäht oder auch Comics gezeichnet. Es war das erste Mal, dass Krimis ausgedacht wurden“, sagte Karin Ruhmöller.

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