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Neumünster : Nachfrage nach Gewerbeflächen boomt

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

17 Unternehmen schufen in diesem Jahr schon 350 Arbeitsplätze in Neumünster. Mit weiteren Unternehmen wird bereits über eine Ansiedlung verhandelt.

shz.de von
erstellt am 02.Okt.2017 | 08:15 Uhr

Neumünster | Der Wirtschaftsstandort Neumünster wird immer beliebter. Wenn Iris Meyer, Chefin der Wirtschaftsagentur, ab Mittwoch mit ihrem Team bei der internationalen Immobilien- und Investitionsmesse Expo Real in München wieder auf Investorensuche geht, dann kann sie bereits eine Bilanz vorweisen, die so manchen Mitbewerber neidisch werden lässt. Dabei sind sogar noch einige „Filetstücke“ im Angebot.

Die Zahlen allein für die ersten neun Monate dieses Jahres sprechen für sich: Über 150    000 Quadratmeter städtische Gewerbeflächen hat die Wirtschaftsagentur verkauft. 17 Ansiedelungen begleitete das Team. Die Firmen schufen knapp 350 Arbeitsplätze – dabei sind die von Dachser und Voigt Logistik (der Courier berichtete) noch gar nicht mit dabei. In kleinen Gewerbegebieten wie am Schwarzen Weg sind keine Flächen mehr frei. Auch in der Freesenburg wird es langsam eng. Hier laufen Gespräche mit mehreren Interessenten. Einen regelrechten Boom gibt es im Log-In-Technologiepark. Hier sind so manche Verhandlungen bereits in einem guten Stadium. „Wir sind sehr optimistisch, bald weitere Erfolge vermelden zu können“, sagt Iris Meyer.

Vor allem die Lebensmittelbranche hat Neumünster entdeckt. „Kein Wunder: Unsere Stadt ist Logistikzentrum. Das mögen Investoren der Ernährungswirtschaft, weil sie die Ware schnell überall hin versenden können. Zudem haben wir als Oberzentrum eine gute Infrastruktur und eine Berufsfeuerwehr mit der höchsten Klassifizierung. Das spart so manchem Betrieb richtig Geld“, erklärt Iris Meyer stolz.

Was kaum einer weiß: Auch das Geschäft mit China läuft prächtig. Über das 2003 gegründete Chinese Business Center Schleswig-Holstein am Ilsahl betreut die Wirtschaftsagentur derzeit rund 40 Unternehmer und bietet Unterstützung beispielsweise bei der Firmengründung, der Marktanalyse, dem Markteintritt und der Suche nach Geschäftspartnern. Die Chinesen beliefern vor allem ihren Heimatmarkt mit deutschen Produkten, die dort immer beliebter werden. Aber auch Waren aus Fernost werden importiert.

Bei der Expo Real in München kann Iris Meyer trotz der jüngsten Erfolge noch mit einigen guten Flächen aufwarten – dem neuen Gewerbepark Eichhof und der gerade erst gefeierten Erweiterung des Industriegebietes Süd sei Dank. In beiden Arealen sind noch Flächen frei, die auf das Interesse so manchen Konzernes stoßen könnten. Für die Chefin der Wirtschaftsagentur ist besonders das 23 Hektar große Areal im Eichhof ein Diamant. „So etwas gibt es heute im Norden kaum noch. Hier handeln wir aber mit Bedacht“, sagt Iris Meyer. Zu frisch sind noch die Erinnerungen an Log4Real Anfang des Jahres (der Courier berichtete).

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