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Volkshaus : Nachbarschaftscafé ist das Herzstück

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Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Nutzer- und Besucherzahlen steigen auch 2015 auf neuen Rekordwert von 14 500. Weitere Finanzierung ist gesichert.

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erstellt am 27.Jan.2016 | 08:00 Uhr

Neumünster | Im „Kaminzimmer“ des Tungendorfer Volkshauses blickten die Koordinatorin des Mehrgenerationenhauses (MGH) der Diakonie, Andrea Schütt, und der Beiratsvorsitzende Horst Saggau gestern zufrieden auf das Jahr 2015 zurück. Der Raum mit dem Deko-Kamin ist das Schmuckstück des im vergangenen Jahr hergerichteten 2. Obergeschosses.

Fast 900 Stunden Arbeit steckten Saggau und weitere zwölf ehrenamtliche Mitstreiter in das Projekt (der Courier berichtete). Die drei Gruppenräume werden auch schon intensiv genutzt. So haben die Malgruppe, der Spinn-Kreis, die Fotogruppe „Lichtküche“ und auch der Kreis der Ehrenamtler um Saggau hier Raum für ihre Aktivitäten gefunden. „Wir unterhalten nicht nur das Gebäude, sondern auch uns selbst“, sagte Saggau mit einem Augenzwinkern.

„Wir haben hier jetzt ideale Räume auch für Kleingruppen, die früher den viel zu großen Saal nutzten“, sagte Andrea Schütt. Das Kaminzimmer verbreitet auch durch die gespendeten und liebevoll aufgearbeiteten Stilmöbel eine heimelige Wohnzimmeratmosphäre. Der Raum kann auch gemietet werden.

Die Nutzer- und Besucherzahlen im MGH sind im vergangenen Jahr wieder gestiegen. 14  500 Menschen fanden den Weg zu Angeboten und Gruppen vom Awo-Seniorentreff „Spätlese“ bis hin zu „Wi snackt platt“. Im Jahr zuvor waren es 13  230 Besucher – ein Plus von erneut 9,6 Prozent. 2009, im ersten vollen Jahr des Bestehens, waren es 3630.

„Die Koordination ist schon eine Herausforderung“, sagte Andrea Schütt: „Wir organisieren nicht nur das, was im Volkshaus passiert, sondern machen auch ganz viel Netzwerkarbeit, etwa in der lokalen Allianz für Demenz, beim Thema Ehrenamt in Neumünster oder den Treffen der Mehrgenerationenhäuser.“ Andrea Schütt ist froh, „dass die Idee der Mehrgenerationenhäuser im Volkshaus gelebt wird.“ Das Herzstück ist das Nachbarschaftscafé, das inzwischen an vier Tagen in der Woche von Montag bis Donnerstag jeweils am Vor- und Nachmittag geöffnet hat. Mehr als 4000 Besucher kamen 2015 zu diesem zentralen Treff. „Das Café ist manchmal schon am Limit oder darüber hinaus“, sagte Andrea Schütt.

Die Ehrenamtlichen gehen hier richtig in ihrer Arbeit auf, konnte Horst Saggau nur bestätigen. 54 Mitarbeiter gibt es im eigentlichen Mehrgenerationenhaus. Dazu kommen noch die Ehrenamtler in der Stadtteilbücherei und im Förderkreis Volkshaus. „Zusammen macht das rund 85 Aktive, die das Volkshaus beleben“, sagte Andrea Schütt. Ihr war dabei wichtig zu betonen: „Das ist das Mehrgenerationenhaus für ganz Neumünster und auch für das Umland.“ Die weitere Finanzierung scheint gesichert. Der Bund stellt weiterhin Fördermittel von 30  000 Euro bereit, die Stadt das Gebäude und die Unterhaltung zu einem subventionierten Mietpreis. Auch die Diakonie als Träger steckt eigene Mittel in das Projekt.

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