Elly-Heuss-Knapp-Schule : Nach Sanierung: Energieverbrauch sinkt drastisch

Martin Menzel (links) von der Firma Laukien zeigt Berthold Heitker, Abteilungsleiter Hochbau, die besondere vorgehängte Fassade, die eine gute Lüftung verspricht.
Martin Menzel (links) von der Firma Laukien zeigt Berthold Heitker, Abteilungsleiter Hochbau, die besondere vorgehängte Fassade, die eine gute Lüftung verspricht.

In der Außenstelle der Knapp-Schule wurden 1,3-Millionen Euro verbaut.

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24. März 2017, 12:00 Uhr

Neumünster | Die Außenstelle der Elly-Heuss-Knapp-Schule an der Bachstraße 32 hat ein neues Gewand. Die einstige Bundeswehrfachschule, Baujahr 1972, hat dadurch nicht nur optisch gewonnen. Vor allen Dingen soll die 1,3 Millionen Euro teure Sanierung enorme energetische Vorteile bringen. Das erklärten gestern Stadtbaurat Thorsten Kubiak und Berthold Heitker, Abteilungsleiter Hochbau, zum Abschluss der Arbeiten. Gemeinsam mit Martin Stahlmann, Hausleitung und Abteilungsleiter der Außenstelle, begutachteten sie das Ergebnis vor Ort. Mit dabei war auch Martin Menzel von der Firma Laukien aus Kiel, die Bauelemente für Dach, Wand und Fassade herstellt.

Grund für die Sanierung, die zu 90 Prozent über das Kommunalinvestitionsfördergesetz finanziert wird, war unter anderem die Feuchtigkeit in Wänden und Räumen, die langfristig zu Schimmelbildung geführt hätte. Außerdem waren Fenster undicht. Deshalb gab die Stadt, die seit 1998 im Besitz des Gebäudes ist, 2014 ein Gutachten in Auftrag. Das Ergebnis: Mit einer Sanierung von Dach, Fenstern und Fassade könnten 72 Prozent des Energieverbrauchs eingespart werden. Außerdem werden 48,8 Tonnen Kohlendioxid weniger pro Jahr freigesetzt. Im September 2016 wurde mit dem Bau begonnen – bei laufendem Schulbetrieb. Mittlerweile hat die einst eher graue Schule eine leuchtende Aluminiumfassade und himmelblaue Fenster. Die sind jetzt dreifach verglast. Das neu aufgebaute Dach mit einer Fläche von 1800 Quadratmetern ist kein flaches Pappdach mehr, sondern ein schräges Satteldach aus Blech. Die Fassade von rund 1600 Quadratmetern Fläche bekam eine Dämmung von 16 beziehungsweise 18 Zentimetern.

Gerade bei der Dämmung musste neben der Temperaturregulierung einiges berücksichtigt werden: Natürlich durfte das Material nicht brennbar sein. Immerhin werden in dem Schulkomplex täglich rund 300 Schüler von 40 Lehrern unterrichtet, die im Ernstfall ein brennendes Gebäude sicher verlassen können müssen. Deshalb wurde ein spezieller mineralischer Dämmstoff ausgesucht. Außerdem musste auf eine gute Belüftung der Wände geachtet werden, damit sich keine Feuchtigkeit staut. Das war nur über eine spezielle vorgehängte Fassade zu lösen. Außerdem erhielt die Schule besondere Markisen gegen Sonneneinstrahlung. „Die Vorteile all der Baumaßnahmen merken wir bereits jeden Tag. Das ist wirklich ein großer Unterschied“, sagte Martin Stahlmann. 

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