Loop : Nach Motorradunfall: Chaos auf der Autobahn

Von Norden und von Süden waren die Rettungskräfte angefahren. Alle vier Fahrbahnen verlaufen an dieser Stelle auf einer Seite und sind mit einer Leitplanke getrennt.
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Von Norden und von Süden waren die Rettungskräfte angefahren. Alle vier Fahrbahnen verlaufen an dieser Stelle auf einer Seite und sind mit einer Leitplanke getrennt.

Durch die Baustelle auf der A 7 hatten die Rettungskräfte es schwer, zur Unfallstelle zu gelangen. Zehn Kilometer Stau gab es gestern Nachmittag in Richtung Norden.

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18. Mai 2015, 11:15 Uhr

Loop | Die Rückreisewelle nach dem langen Himmelfahrtswochenende, die Baustelle und ein Unfall gegen 14 Uhr sorgten gestern Nachmittag für Chaos auf der A 7 in Höhe der Gemeinde Loop.

Nachdem bei einem Wohnwagen ein Reifen geplatzt war, verdichtete sich der Verkehr zwischen Neumünster und Bordesholm in Richtung Norden. Ein Motorradfahrer aus Harrislee erkannte das Stauende zu spät und fuhr mit etwa Tempo 50 auf. Der 60-Jährige stürzte und verletzte sich am Rücken. Der Mann kam ins FEK nach Neumünster.

Doch bis die Rettungskräfte dem verletzten Motorradfahrer helfen konnten, dauerte es. Alle vier Spuren verlaufen in diesem Abschnitt der Autobahn auf der Richtungsfahrbahn gen Norden. Dadurch gibt es keinen Seitenstreifen mehr, und die beiden Fahrtrichtungen sind durch eine Planke abgegrenzt. Deswegen ist es an dieser Stelle nicht möglich, eine Rettungsgasse zu bilden. Das hohe Verkehrsaufkommen erschwerte Polizei und Sanitätern zusätzlich die Fahrt zum Unfallort. Doch auf derartige Situationen müssen sich Retter und Autofahrer in den kommenden vier Jahren einstellen, denn so lange werden die Bauarbeiten auf der A 7 noch dauern.

Wie die Autobahnpolizei gestern mitteilte, ist dieses Szenario in zahlreichen Besprechungen durchgespielt worden, und es wurde ein Konzept zur Rettung in der Baustelle erarbeitet. Die Fahrstreifen in dieser Baustelle sind darum schon breiter als gewöhnlich. Trotzdem wird es ohne Seitenstreifen und bei dichtem Verkehr eng, besonders wenn auch noch Lastwagen unterwegs sind.

Die Autobahnpolizei Neumünster hat zwei Motorräder, mit denen sie in der Baustellen besser an die Einsatzorte kommen kann. Außerdem gehört zu dem Konzept, dass die Rettungskräfte von beiden Richtungen zur Einsatzstelle fahren. So war es auch gestern bei dem Unfall, so dass es auch Behinderungen in Richtung Süden gab. Wegen des Unfalls staute sich der Verkehr schließlich in Richtung Norden auf etwa zehn Kilometern Länge.  

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