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Bordesholm : Nach einem Peilplan wird der See abgefahren

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Mit Echolot und Satellitenkoordinaten: Der Bordesholmer See wird vom Landesbetrieb für Küstenschutz vermessen. Alle 30 Jahre ist eine Aktualisierung der Daten erforderlich.

Bordesholm | Gestern Morgen startete das Peilboot „Hafenlot“ des Landesbetriebes für Küstenschutz, Nationalpark- und Meeresschutz (LKN) aus Husum mit drei Mitarbeitern an der Vogelwiese zur Vermessung des Bordesholmer Sees.

Auftraggeber ist das Landeamt für Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume (LLUR). Bei Seen ab einer Fläche von 50 Hektar werden diese Messungen in der Regel alle 30 Jahre vorgenommen. „Und somit war der Bordesholmer See jetzt einfach einmal wieder dran“, sagte Sven Ingwersen, Abteilungsleiter im Bau- und Ordnungsamt Bordesholm, der die Aktion vor Ort begleitete.

Aufgenommen werden voraussichtlich bis heute Nachmittag umfangreiche Daten, die die Tiefe des Sees beschreiben. Die LKN-Techniker Heiko Nissen und Jürgen Gertz sind dabei auf dem Boot und bedienen die hochmoderne Technik. Diese besteht heute aus einem Laptop mit dem GPS-Peilprogramm (Globales Positionierungssystem), dem Echolot sowie dem Ortungssystem, das der Verbindung mit der Basisstation an Land dient.

Abgeglichen werden diese per Satellit aufgenommenen Werte schließlich über eine Referenzstation, die sich auf dem Steg an der Badestelle befindet. Von hier aus hält der leitende Vermessungsingenieur, Ernst-Julius Levsen, die Verbindung zum Boot und kontrolliert die eingehenden Daten.

Abgefahren wird der See während der Vermessung nach einem sogenannten Peilplan, der sich in einem Koordinatensystem im Abstand von jeweils 50 Metern über die Länge sowie auch über die Breite des Sees erstreckt. Damit wird die „Hafenlot“ rund 50 Mal über den See fahren, um alle vorgegebenen Punkte aufzunehmen.
„Wichtig ist hierbei eine möglichst genaue Rechtwinkligkeit in der Vorbereitung des Peilplans, damit die Daten anschließend wieder exakt in einen Geländeplan eingetragen werden können“, erläuterte Levsen die akribische Vorgehensweise.
Aus den gewonnenen Vermessungsdaten wird anschließend ein digitales Geländemodell des Unterwasserbereiches erstellt. „Ein Vergleich mit den Ergebnissen aus der vorangegangenen Messung zeigt dann die strukturellen Veränderungen wie zum Beispiel Sedimenteinträge“, erklärte der Vermessungsfachmann.

 






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