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Skateboard-Wettbewerb : Nach dem Putzen ging es um Punkte

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Rund 100 Skater traten zum Wettbewerb an der Pastor-Rösner-Straße an. Vorher stand das Saubermachen der Anlage auf dem Programm.

shz.de von
erstellt am 28.Apr.2014 | 12:00 Uhr

Neumünster | Mit einem Wettbewerb starteten Neumünsters Skater am Sonnabend in ihre neue Saison. Bevor sie mit ihren Boards um wichtige Punkte tricksen durften, stand zunächst großes Reinemachen auf dem Programm. „Die Jugendlichen bringen heute ihre Anlage auf Vordermann. Ich finde es ganz toll, dass sich so viele hier engagieren“, freute sich Antje Leimbach vom Projekthaus, die gemeinsam mit Pawels Skateboardshop aus Neumünster und dem offenen Ganztag der Hans-Böckler-Schule die Aktion und den anschließenden Wettbewerb initiiert hatte.

Die Jugendlichen befreiten ihre Anlage von Sand und Dreck, sammelten Müll und entfernten unerwünschte Graffiti. „Das stört einfach die Optik. Nicht beim Fahren, aber es sieht nicht schön aus und wir wollen das hier nicht haben“, sagte der 17-jährige Marco Kollster, der mühsam eine Anti-Graffiti-Paste auf die Farbschmierereien im so genannten Pool der Anlage auftrug. „Das muss eine halbe Stunde ziehen, dann kann man es mit Wasser abspülen“, erzählte er.

Am Nachmittag stand schließlich der Wettbewerb an. Mehr als 100 Jugendliche kamen mit ihren Skateboards an die Pastor-Rösner-Straße, um teilzunehmen oder ihren Freunden zuzuschauen. „Jeder Teilnehmer bekommt drei Durchläufe, in denen er je eine Minute lang Tricks zeigen kann“, erklärte Till Ider (18). Die Jury, die ebenfalls von Jugendlichen gebildet wurde, beurteilte die jungen Skater. „Das Trickniveau ist entscheidend und ebenso, wie viel der Skater von der Anlage ausnutzt und auch wie flüssig und sicher er auf seinem Board fährt“, erläuterte Ider weiter. Alle Tricks durften gezeigt werden. „Old und New School ist erlaubt. Es streiten sich zwar die Geister, was richtiges Skaten ist, aber Skaten ist auch eine Ausdrucksform der eigenen Persönlichkeit, deshalb wollen wir niemanden einschränken“, berichtete der 18-Jährige.

Pro Durchlauf konnten die Skater maximal zehn Punkte erreichen. Aufgeteilt wurden die Teilnehmer in drei Gruppen: bis 14 Jahre, ab 15 Jahre und gesponserte Fahrer.

Broder Böll (22) ging als gesponserter Fahrer an den Start. „Das bedeutet, dass ich die Shirts des Sponsors trage und in regelmäßigen Abständen neue Boards bekomme“, erzählte der junge Hamburger. Vom Sponsoring leben kann er nicht. „Das ist ohnehin sehr schwer in Deutschland“, meinte er.

Zu gewinnen gab es Sachpreise, die von verschiedenen Sponsoren zur Verfügung gestellt wurden. Sie unterstützten die Aktion unter anderem auch mit Getränken und Grillwürsten – die Jugendlichen haben die Unterstützer selbst akquiriert. Es ist angedacht, diesen Wettbewerb auch in den kommenden Jahren zu veranstalten.

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