Grossenaspe : Nach dem Brand: Die Hilfsbereitschaft reißt nicht ab

Über 400 Euro konnte sich Andrea Todt (Mitte), die beim Brand der Gaststätte Zur Mühle alles verloren hat, freuen. Gesammelt hatten die Anwohner des Hans-Clausen-Rings in Großenaspe. Übergeben wurde die Spende dabei von den Initiatoren Astrid und Uwe Funk.
Über 400 Euro konnte sich Andrea Todt (Mitte), die beim Brand der Gaststätte Zur Mühle alles verloren hat, freuen. Gesammelt hatten die Anwohner des Hans-Clausen-Rings in Großenaspe. Übergeben wurde die Spende dabei von den Initiatoren Astrid und Uwe Funk.

Zwei Familien wurden durch das Feuer obdachlos. Die Großenasper helfen nach Kräften und geben dadurch Hoffnung.

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24. Dezember 2014, 08:15 Uhr

Grossenaspe | Beim Brand des Hotel- und Gaststättenbetriebes Zur Mühle in Grossenaspe vor zwei Wochen verloren zwei Familien ihr gesamtes Hab und Gut (der Courier berichtete). Doch die überwältigende Hilfsbereitschaft von Familienangehörigen, Freunden und privaten Spendern gibt Andrea Todt (38) und ihren drei Kindern sowie der Pächterin des Betriebes, Gabi Stick (50), und ihrem Sohn Marcel Ambrosius (27) wieder Hoffnung.

Andrea Todt hat mit Jannis (5), Nathali (13) und Jessica (18) mittlerweile eine neue Wohnung gefunden. Der Mietvertrag konnte gestern unterschrieben werden. „Natürlich vermissen wir unsere Erinnerungen. Besonders Jessica leidet darunter. Aber wir werden mutig gemeinsam neu anfangen“, sagte Andrea Todt jetzt tapfer bei der Übergabe einer Spende, die Anwohner Uwe Funk in der Straße Hans-Clausen-Ring gesammelt hatte. Rund 400 Euro sind dabei zusammengekommen.

Auch für die großzügigen Kleiderspenden hat Andrea Todt schon eine Idee. „Ich werde die Sachen, die wir nicht brauchen, an die hiesige Baby- und Kinderbörse zum Verkauf geben. Denn ich will mich daran nicht bereichern“, erklärte sie.

Bei Gabi Stick ist die momentane Situation sowohl geschäftlich als auch privat dagegen noch ungeklärt. Die Pächterin hat zum Zeitpunkt des Brandes gemeinsam mit ihrem Sohn in den Fremdenzimmern des Hauses gewohnt und konnte ebenfalls ausschließlich ihr Leben retten.

„Zurzeit sind hier Polizei und Versicherung vor Ort. Alle privaten Sachen sind weg und die waren auch, entgegen anderslautenden Auskünften, nicht versichert“, erzählte Gabi Stick unter Tränen. Freunde haben zunächst für das Nötigste gesorgt. Sie selbst ist bei ihrer Tochter unterkommen. Der Sohn wohnt zurzeit bei seinem Bruder.

Eine neue Wohnung haben die beiden noch nicht gefunden. Wie es für die alle weitergeht, weiß Gabi Stick noch nicht. „Der Pachtvertrag wäre Ende März ausgelaufen. Aber ich wollte auf jeden Fall weitermachen. Verhandlungen waren schon im Gange. Was nun aus mir wird, weiß ich noch nicht“, erklärte Gabi Stick traurig. Auf den Rückhalt in der Gemeinde können die Familien jedoch auf jeden Fall zählen. Und auch aus der Feuerwehr Boostedt kommt Hilfe. Für die Brandopfer wurden dazu jetzt zwei Spendenkonten eingerichtet, die den Familien einen Neuanfang ermöglichen sollen.

Spendenkonten:
>Amtskasse Bad Bramstedt Land, Konto: 171700, BLZ: 20069130, Verwendungszweck: „Brandopfer Großenaspe“.
>Feuerwehr Boostedt, IBAN: DE 2823 051030 0510 521 354, Sparkasse Südholstein, Verwendungszweck: Fam. Todt.

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