Schule Einfeld : Nach Dauerregen Risse in der Decke – Klassenräume gesperrt

Staubige Angelegenheit: Robert Stümer von der Baufirma Marschan entfernte gestern die schadhaften Teile der Innendecke.
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Staubige Angelegenheit: Robert Stümer von der Baufirma Marschan entfernte gestern die schadhaften Teile der Innendecke.

Der Dauerregen verstärkt die Schäden an der Grund- und Gemeinschaftsschule Neumünster-Einfeld. Klassen werden vorübergehend umquartiert.

shz.de von
20. Januar 2015, 05:30 Uhr

Neumünster | Die Stadt hat an der Grund- und Gemeinschaftsschule Einfeld vorsorglich drei Räume gesperrt. Bei einer Untersuchung wurden jetzt Risse in der Innendecke des Pavillontrakts der Grundschule gefunden.

„Das Dach ist nach dem vielen Regen undicht. Das ist nichts Neues und passiert jedes Jahr“, sagte Schulleiterin Gunhild Cordts. Allerdings lief das Wasser nun offenbar in den Deckenputz der Akustikdecke. Er ist schon eingerissen. Die Risse haben sich aber vergrößert. Wenn die nassen Stellen wieder trocknen, besteht die Gefahr, dass Putzteile von der Decke fallen.

Dramatisieren mochte die Schulleiterin den Fall nicht. „Es besteht keine Gefahr, dass das Dach einstürzt. Wenn sich das Dach doch geneigt haben sollte, werden sofort Container aufgestellt“, sagte Gunhild Cordts. Die Eltern und der Schulelternbeirat sind informiert. Die Klasse 3c wird bis zur Freigabe ihres Klassenraumes in der Lernwerkstatt unterrichtet, die 7c ist vorübergehend in den Textilraum ausgewichen.

„Wir müssen der Sache auf den Grund gehen“, sagte Fachdienstleiter Ralf-Joseph Schnittker von der Bauverwaltung. Gestern öffneten Arbeiter einer Baufirma die schadhaften Innendecken, damit sie der Statiker in Augenschein nehmen kann.

Schnittker: „Das Grundsatzproblem ist bekannt. Es gibt konstruktive Probleme mit den Dächern der Grundschule.“ Deshalb schaut auch regelmäßig ein Statiker vorbei. Dieser Trakt wird abgerissen und durch einen Neubau ersetzt, zuvor werden die Schäden aber noch einmal notdürftig saniert. „Wir gehen davon aus, dass die Räume wieder freigegeben werden können, wenn der Gutachter in den Zwischenraum zwischen Decke und Dach geschaut hat“, so Schnittker: „Die Sicherheit hat oberste Priorität und ist nicht verhandelbar.“ – Auch für den Fall, dass es kälter wird und die ergiebigen Niederschläge als Schnee fallen. „Wir haben ein Unternehmen beauftragt, das dann sofort das Dach räumt“, sagte Schnittker.

Kommentar:

Sicherheit geht vor

Elternschaft und Lehrer an der Grundschule in Einfeld reagieren sehr empfindlich, wenn es um das schadhafte Dach der Schule geht. Und die Stadt ist gut beraten, diese seismischen Erschütterungen wahr- und aufzunehmen. Die Sicherheit muss nun einmal oberste Priorität haben. Mit dieser kompromisslosen Haltung liegt Bauamtsleiter Ralf-Joseph Schnittker richtig. Es ist richtig, eher einmal mehr einen Raum zu sperren als ein Risiko einzugehen. Nicht auszudenken, was  passiert, wenn ein Kind durch herabfallende Deckenteile verletzt wird. Der Neubau der Schule ist unumgänglich. 

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