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Trappenkamp : Nach 47 Jahren ist Schluss in der Verwaltung

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Jörg Tietgen aus Neumünster ist Leitender Verwaltungsbeamter in Bornhöved.

shz.de von
erstellt am 02.Mär.2016 | 06:15 Uhr

Trappenkamp | Wachwechsel im Amt Bornhöved: Verwaltungschef Dirk-Peter Bünn wurde nach 15 Jahren als Leitender Verwaltungsbeamter in den Ruhestand verabschiedet. Für Bünn kommt Jörg Tietgen aus Neumünster.

1968 haben 47 Jahre Verwaltungsarbeit für den jetzt scheidenden Verwaltungsbeamten Dirk-Peter Bünn im Amt Bornhöved begonnen. Den Erfahrungen im Sozial- und Ordnungsamt folgte ein langer Verwaltungsweg, der bis in die Kämmerei und zum 1. März 2001 zum Leitenden Verwaltungsbeamten führte. „Auf den Tag sind es 15 Jahre als Leitender gewesen“, sagte Bünn bei der Amtsübergabe an seinen Nachfolger Jörg Tietgen aus Neumünster. „Ich freue mich auf den Ruhestand mit Zeit für die Enkel, ausgedehnte Radtouren mit der Fotokamera über der Schulter, darauf, die Welt als Ruheständler aus anderer Perspektive zu erfahren oder in aller Ruhe ein THW-Kiel-Spiel zu genießen“, meinte der 63-Jährige.

Unruhige Zeiten lässt der Verwaltungsfachmann gern hinter sich. So etwa die Fusion der alten Amtsverwaltungen Trappenkamp und Bornhöved zum Amt Bornhöved. „Das haben wir letztlich auch politisch ganz gut hinbekommen. Darüber bin ich froh und auch ein wenig stolz, daran mitgearbeitet zu haben“, sagte Bünn. 17412 Tage hatte eine Kollegin auf die selbst gebackene Abschiedstorte geschrieben. Mit Chefstempel und Kugelschreiber aus Zuckerguss auf der Torte verabschiedeten die Kollegen ihren scheidenden Chef an seinem letzten Arbeitstag mit einem Überraschungsfrühstück. 47 Jahre Arbeit in der Verwaltung gehen damit zu Ende.

Jetzt muss sich sein Nachfolger Jörg Tietgen in dem Amt zurechtfinden. Vier Wochen Einarbeitung sind um. Bünn und Amtsvorsteher Knut Hamann Bünns begürßten den Nachfolger. Der 47-jährige Familienvater aus Neumünster hat seine Laufbahn in Neumünster begonnen und kommt aus dem Amt Kellinghusen nach Trappenkamp. Hier leben sein Vater und sein Schwager. „Die Stelle als Leitender Verwaltungsbeamter in Trappenkamp war einfach eine willkommene Gelegenheit, die Wege zur Arbeit zu halbieren und eine neue Aufgabe mit mehr Nähe zur Familie zu übernehmen“, meinte Tietgen. Auch einen Umzug von Neumünster nach Trappenkamp könnte er sich vorstellen. Dann allerdings mit etwas mehr Platz für die Modelleisenbahn, die zurzeit in Neumünster anderen Raumansprüchen weichen musste, meinte Trappenkamps neuer Verwaltungschef. Zunächst allerdings möchte Tietgen etwas mehr neue Technik im Amt fördern. Das für Bürger und Politiker installierte Informationssystem Allris soll möglichst weiter ausgebaut werden. Die Nutzung moderner Tablets soll den Arbeitsalltag auch der ehrenamtlichen Ortspolitiker erleichtern. „Große Baustellen sind nicht zu sehen“, freute sich Tietgen mit seinem Amtsvorgänger und Amtsleiter Knut Hamann über die reibungslose Übergabe.

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