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Holsteinischer Courier

21. Oktober 2017 | 22:24 Uhr

Theater : Nach 30 Jahren ist der Lack ab

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Bis 2019 sollen 450.000 Euro in die Renovierung fließen / Größte Posten sind die Aufpolsterung der Sitze und ein neuer Bühnenboden

shz.de von
erstellt am 05.Jun.2016 | 09:30 Uhr

Neumünster | In diesem Jahr feierten die Neumünsteraner den 30. Geburtstag ihrer Stadthalle. Die Einrichtung von 1986 wird noch immer genutzt. Doch die Jahre sind – vor allem im Theater – nicht spurlos vorüber gegangen. Der Renovierungsbedarf ist nicht überall gleich zu sehen, an manchen Stellen aber mit Händen zu greifen. Hier soll jetzt etwas geschehen.

Im Bühnenhaus mit den Garderoben für die Schauspieler ist dringend ein neuer Anstrich fällig. An vielen Stellen sind die Wände angestoßen, der Putz ist abgeplatzt. Für die Malerarbeiten sind in diesem Jahr 15 000 Euro vorgesehen, 2017 noch einmal knapp 13 000 Euro. Größter Posten im 450  000 Euro großen Unterhaltungsetat bis 2019 sind neue Bezüge für das Theatergestühl; teilweise müssen die Sitze aufgepolstert werden. Das kostet 178  000 Euro, dazu kommen noch einmal stolze 20  000 Euro für die Montagearbeiten. Viele der abgenutzten Sessel wurden bereits in die hinteren Reihen umgesetzt, damit es nicht so auffällt.

„Erstaunlich, dass die Sitze überhaupt so lange gehalten haben“, sagte Kulturbüro-Leiterin Johanna Göb. Damals vor 30 Jahren sei schon sehr hochwertig eingekauft worden. Im Schul-, Kultur- und Sportausschuss verglich Johanna Göb das Theater mit einem normalen Wohnbau. „Nach 30 Jahren muss einfach mal renoviert werden“, sagte sie. Man fange auch nicht erst jetzt damit an. Die Lichtanlage und die Tontechnik seien in den vergangenen Jahren bereits ausgetauscht worden. In diesem Jahr soll die Reparatur der Akustikdecke folgen. Kostenpunkt: 31  000 Euro.

Weitere große Renovierungs-Posten sind der Ersatz des Teppichbodens im Theatersaal und die für 2019 geplante Erneuerung des Bühnenbodens. Allein das kostet 87  000 Euro. Der Bühnenboden aus Spezialholz muss extremen Belastungen standhalten, etwa dem Transport von schweren Kulissen. „Der Bühnenboden wird deshalb jedes Jahr von den Bühnenmeistern abgeschliffen und neu lackiert“, erläuterte Johanna Göb. Die Kosten für Farbe und das Schleifgerät liegen zwischen 3500 und 4000 Euro. Wenn man diese Arbeiten nicht machen würde, wäre der Boden schon lange durch. Jetzt allerdings ist kaum noch Substanz zum Abschleifen da, der Boden muss ausgetauscht werden.

Der Ausschussvorsitzende Bernd Delfs wollte wissen, warum die Holstenhallen als Eigentümer der Stadthalle nicht renovieren. Fachdienstleiterin Gabriele Bartelheimer hatte die Erklärung: „Das ist seinerzeit so vertraglich festgelegt worden.“ Größere Maßnahmen müssten für den Haushalt beantragt werden. Johanna Göb: „Natürlich stehen wir unter Spardruck und haben so lange gewartet wie möglich. Jetzt ist vieles gleichzeitig fällig.“

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