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14. Dezember 2017 | 09:22 Uhr

"Mut zum Risiko" im Freiluft-Gottesdienst

vom

shz.de von
erstellt am 10.Mai.2013 | 03:59 Uhr

Neumünster | Die dunklen Wolken über der Klosterinsel hatten gestern nichts Gutes versprochen. Doch getreu dem Motto des gestrigen Himmelfahrts-Gottesdienstes bewiesen die Menschen, die trotzdem erschienen waren, "Mut zum Risiko". Der Andrang bei dem Gottesdienst unter freiem Himmel in Rencks Park war mit 200 Besuchern so groß, dass sogar schon Tische als Sitzplätze herhalten mussten.

Die Kirchengemeinden Anschar, Vicelin, Bonhoeffer, Bugenhagen, Johannes und die Versöhnungsgemeinde hatten gemeinsam die Feier vorbereitet. "Das ist richtiges Kirchentags-Feeling hier", meinte Pastorin Maike Windhorn-Stolte (Bugenhagen) bei ihrer Begrüßung, bevor Pastor Gerson Seiß (Vicelin) für seine Predigt ans Pult trat.

Er ließ die biblische Geschichte über Christi Himmelfahrt kurz Revue passieren. "Uns bleibt die Schrift und nicht die lebendige Erinnerung daran, wie es die Jünger in all ihrer emotionalen Intensität erfahren haben", sagte Seiß und stellte im Nachhinein die Frage: "Verabschieden sich Glaube und praktizierte Frömmigkeit aus unserem Leben? Verflacht unser Leben nach und nach?"

Jedoch stelle sich die Frage der Ausrichtung nicht nur am Himmelfahrtstag. "Nur dann wird es besonders deutlich", sagte der Geistliche weiter. Mit Blick auf das Motto des Gottesdienstes, das direkt an die Fastenaktion der evangelischen Kirche "7 Wochen ohne" anknüpft, appellierte Gerson Seiß: "Riskier was, Mensch! Lasse dich darauf ein, den gewohnten Weg zu durchbrechen."

Die Chance dazu gab es sogar direkt auf der Bühne. Dort war eine kleine Balkenstrecke aufgebaut, auf der zwei Freiwillige zunächst alleine und dann geführt und mit verbundenen Augen entlang balancierten.

Ganz mutig war Gottesdienstbesucherin Ulla Kay, die den Parcours alleine und mit verbundenen Augen absolvierte.

Eine Posaunenchor-Gemeinschaft von den Kirchengemeinden Anschar, Einfeld, Gartenstadt und Wasbek gestaltete den Gottesdienst musikalisch. Und auch die Küster-Riege der teilnehmenden Gemeinden war aktiv und versorgte die vielen Besucher anschließend mit Kartoffelsuppe.

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