Muss das denn wirklich am Friedhof sein?

Zur Situation an der Plöner Straße

shz.de von
21. August 2013, 00:32 Uhr

Prostitution ist das angeblich älteste Gewerbe der Welt und seit 2002 in Deutschland keine Straftat mehr. Überall, auch in Neumünster, kam und kommt Prostitution vor. So weit, so eindeutig. Neu ist allerdings, dass sich in unserer Stadt so etwas wie ein Straßenstrich zu etablieren droht; aber auch das muss man vielleicht aushalten. Nur: Muss das denn wirklich vor dem Friedhof und in unmittelbarer Nähe der größten Schule sein? Das fragen sich nicht nur die Anwohner, die sich einige Sorgen machen: Da wohnt man in ruhiger Lage am Friedhof, und wenn man (als Frau) abends an der Straße seine minderjährige Tochter in Empfang nehmen möchte, wird man von Herren in dunklen Limousinen dumm angesprochen. Das kann es doch nicht sein.

Den Behörden sind die Hände gebunden, sagen sie. In einem freien Land wie Deutschland muss niemand auf die Dienstleistung der Damen verzichten, aber doch bitte an einem anderen Ort. Bei einer Demonstration oder anderen Veranstaltungen kann die Polizei Platzverweise erteilen. Warum geht das hier nicht?

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