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Holsteinischer Courier

22. Oktober 2017 | 08:47 Uhr

Konzert : Musizieren ging über Dozieren

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Beim Dozentenkonzert stellten sich zwölf Lehrer mit 21 Stücken den neugierigen Augen und Ohren der 200 Besucher.

shz.de von
erstellt am 02.Mär.2015 | 06:45 Uhr

Neumünster | Einmal im Jahr werden die Rollen getauscht: Die Dozenten der Musikschule stehen auf der Bühne, und ihre Schüler sitzen im Publikum. Beim Dozentenkonzert am Freitagabend stellten sich zwölf Lehrer mit 21 Stücken den neugierigen Augen und Ohren der 200 Besucher im Theater in der Stadthalle.

„Es ist immer wieder etwas Besonderes für uns Schüler, unsere Lehrer auf der Bühne zu sehen“, meinte Regina Kaatz. Die Neumünsteranerin ist seit zehn Jahren Mitglied des „Batucada-Ensembles“ unter Leitung von Percussionist Thies Thode. Thode selbst stand zwar nicht auf der Bühne, fand jedoch in Olaf Plotz einen würdigen Vertreter seiner Zunft. Gemeinsam mit dem Leiter der Musikschule Udo Größel am Schlagzeug legte Plotz eine „Percussion Explosion“ hin, die ihrem Namen alle Ehre machte. „Eine derart lockere Spielweise findet man bei deutschen Trommlern selten“, urteilte Kaatz. Tosenden Applaus ernteten die beiden Musiker.

Und nicht nur sie. Auch Irina und Arnold Nevolovitsch begeisterten die Gäste mit russischen Liedern von Brahms, die das Ehepaar vierhändig auf dem Flügel spielte. Arnold Nevolovitsch trat nicht nur als Virtuose in Erscheinung. Für die Flötistin Elke Andersen hatte er zwei Sätze aus Bachs italienischem Konzert transkribiert. Mit ihnen glänzte Andersen auf der Querflöte, während Nevolovitsch sie am Klavier begleitete.

Es gehört zu den Besonderheiten der Dozentenkonzerte, dass sich eigens zu diesem Anlass Ensembles formieren. Diesmal hatten sich Sven Thomas Haase am Flügel, die Cellistin Sigrun Albert und Stefan Back am Sopransaxofon zusammengetan, um Eigenkompositionen von Haase zum Besten zu geben, Bassist Ibrahim Speer, Udo Größel am Schlagzeug, Percussionist Olaf Plotz und Stefan Back auf der Klarinette brachten den Saal mit südamerikanischen Sambaklängen zum Kochen, und die beiden Sänger Sylvia Wandel und Tim Stekkelies entführten das Publikum mit Liedern von Franz Lehár in die österreichische Operettenära. Das I-Tüpfelchen setzte Ibrahim Speer. Seine Version von Bodo Wartkes „Ja, Schatz!“ entlockte dem Publikum bereits während des Vortrags spontane Begeisterungsstürme.

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