Grossenaspe : Musikgenuss der Extraklasse

Fantastische Musik und humorvolle Worte:  Die Besucher der Katharinenkirche erlebten ein außergewöhnliches Konzert.
Fantastische Musik und humorvolle Worte: Die Besucher der Katharinenkirche erlebten ein außergewöhnliches Konzert.

Die Kirchenbesetzung des Philharmonischen Staatsorchesters Hamburg begeisterte in der Katharinenkirche.

shz.de von
11. Juli 2018, 09:15 Uhr

Grossenaspe | Großenaspe wurde wieder zum Austragungsort eines musikalischen Leckerbissens. Auf Einladung des Kulturvereins anlässlich des Bach-Jahres gab das Philharmonische Staatsorchester Hamburg in seiner Kirchenbesetzung ein Konzert in der Katharinenkirche. Kenner der klassischen Musikszene wussten, was für ein Musikgenuss sie an diesem Nachmittag in der zauberhaften Kirche erwartete.

So konnte Michael Stenzel vom Kulturverein mehr als 200 Gäste zu diesem herausragenden Konzert begrüßen, unter ihnen Professor Ernst-Ulrich von Kameke, Initiator der Orgelzyklen, Theda Hatlapa, Inhaberin des Tierparks Eekholt, und Bürgermeister Torsten Klinger. Sie alle erlebten ein musikalisches Menue aus Stücken von Alessandro Marcello und Johann Sebastian Bach, virtuos gespielt von den herausragenden Musikern des Philharmonischen Staatsorchesters Hamburg, darunter die 1. Violonistin Monika Bruggaier und Thomas Rohde (Oboe). Begleitet wurden das Ensemble von Professor Hans Gebhard, der Basso Continuo spielte. Das Konzert begann mit einem furiosen Auftakt und entführte die Zuhörer in die bezaubernde Klangwelt des Barock. Der italienische Komponist Alessandro Marcello wurde vor allem durch sein Konzert für Oboe und Orchester in d-Moll bekannt, nachdem Johann Sebastian Bach es bearbeitete und fürs Cembalo arrangiert hatte.

Mit zwei Violinenkonzerten von Johann-Sebastian Bach folgte ein Musikerlebnis, das eine ganz andere Seite des für seine Orgelkonzerte bekannten Komponisten zeigte. Nicht nur die gekonnte Darbietung des Ensembles begeisterte die Zuhörer, auch an der launigen Vorstellung der Musiker und der Werke durch Thomas Rohde fanden die Gäste Gefallen. Mit frenetischem Applaus wurden die Musiker nach einer hochklassigen Leistung verabschiedet, allerdings nicht ohne eine Zugabe, die Thomas Rohde dann auch entsprechend humorvoll ankündigte: „Sie haben es nicht anders gewollt. Wir haben zwar nichts vorbereitet, werden aber den letzten Satz noch einmal mit verschärftem Tempo spielen“ hieß es. Man hatte den Eindruck, dass sich die Zuhörer gar nicht „satthören“ konnten, so anhaltend war der Schlussapplaus, mit dem dieser bemerkenswerte Musiknachmittag in Großenaspe endete.



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