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„Concertino Schleswig-Holstein“ : Musiker überzeugten mit Spielfreude

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Konzertbesucher erlebten im Caspar-von-Saldern-Haus ein Barockkonzert der besonderen Art des „Concertino Schleswig-Holstein“.

Neumünster | Rund 50 Gäste erlebten am Sonntagabend ein fulminantes Konzert im Caspar-von-Saldern-Haus am Haart. Dort spielte das „Concertino Schleswig-Holstein“ ein Kammerkonzert im Jubiläumsjahr des Barockkomponisten Georg Philipp Telemann (1681-1767). Die „Gesellschaft für alte Musik in Schleswig-Holstein“ veranstaltet zum 250. Todestag des Komponisten 2017 insgesamt 25 Konzerte.

Im Saldernhaus gestalteten Eva Endel (Barockoboe), Susanne Horn (Viola da Gamba), Thomas Rink (Barockfagott und Blockflöte) sowie Kent Pegeler von Thun (Cembalo) Solo- und Triosonaten von Telemann. Allein die Barockinstrumente, perfekt gespielt, schufen eine besondere Atmosphäre, die den Barock als eine lockere froh gestimmte Zeit empfinden ließ.

Wenn Thomas Rink, Vorsitzender der Gesellschaft für alte Musik und den Neumünsteranern als ehemaliger Leiter der Musikbücherei bekannt, bei Telemann ins Schwärmen kam – „er war der berühmteste, erfolgreichste und produktivste Barockkomponist und ein glücklicher Mensch“ – dann übertrug sich dies auf das gesamte Ensemble. Die Konzertbesucher erlebten mit Leidenschaft und Spielfreude agierende Musiker. Die Sonate für Blockflöte, Bass-Viola da Gamba und Basso continuo bedachten die Zuhörer mit Bravo-Rufen.

Einem Ohrenschmaus glich der musikalische Dialog zwischen Blockflöte und Oboe in einer anderen Sonate. Eine gelungene Bereicherung des Konzertes waren die Lesungen zwischen den Sonaten von Maria Steurich vom Berliner Schlosspark-Theater. Ihre Texte aus Telemann-Autobiografien belegten eindrucksvoll die Leidenschaft des Sachsen-Anhaltiners für die Musik.

Schon als Zehnjähriger komponierte der Autodidakt eine kleine Oper, als 14-Jähriger eine Festkantate, insgesamt hinterließ er über 5000 Werke. Bereits als Schüler fertigte er „Woche für Woche ein neues Stück für den Gottesdienst“. Was wäre der musikalischen Welt verloren gegangen, wenn sich der Wunsch seiner Mutter, das Jura-Studium, durchgesetzt hätte. „So bat ich meine Mutter um die Änderung ihres Willens und ich war wieder Musikus“, frohlockte er aus seiner Leipziger Zeit.

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